Anlass gaben einige Patches, die der Android-Entwickler Arve Hjønnevåg an die Mailingliste zum Linux-Powermanagement geschickt hat. Dort stieß die Grundidee auf Zustimmung, an den Details der Umsetzung gab es aber deutliche Kritik.

Der polnische Entwickler Rafael J. Wysocki trug die Idee in Form eines Request For Discussion (RFD) auf die allgemeine Kernel-Mailingliste. Dort diskutieren Kernelentwickler wie der Energiespar-Experte Arjan van de Ven und der Suspend-Maintainer Pavel Machek über eine geeignete Architektur für die neuen Features.

Das Einschläfern einzelner Geräte wie etwa WLAN-Karten sollen die Gerätetreiber des Kernels übernehmen - sie kennen schließlich auch die verschiedenen Betriebszustände das jeweiligen Modells. Der Userspace soll informiert werden, welche Dienste auf den Geräten in Low-Power-States noch funktionieren. Zudem kann er anmelden, welche Dienste er mindestens zum Funktionieren benötigt.

Daneben beraten sich die Entwickler, wieviel Einfluss der Anwender auf das Herunterfahren der Geräte ausüben darf und wieviel automatisch geregelt werden muss, damit das System nicht funktionsuntüchtig wird.

Was den Suspend des gesamten Systems angeht: Hier gilt es vor allem, zu definieren, wann ein Rechner, Handheld oder Linux-Handy untätig (idle) vor sich hin läuft.