Der Linux-Desktop hat es in sich, denn die Entwickler haben ihn von Grund auf umgekrempelt. Ein Visual Guide führt durch die schöne neue KDE-Welt, bebildert und erklärt die wichtigsten Veränderungen. Zugleich gibt es auf dem Google Campus in den USA eine Release Party.

Dashboards verbinden das Nützliche mit dem Schönen.

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Noch haben es nicht alle geplanten Features in KDE 4.0 geschafft und es bleiben Zweifel, ob die Release nicht zu früh erfolgt. Beim ersten Release-Candidate fielen zunächst noch zahlreiche Mängel ins Auge, allerdings verbesserte sich der Zustand des Desktop mit RC 2 bereits deutlich.

KDE-Entwickler wie Aaron Seigo verteidigen den frühen Termin. Das Argument lautet, dass Behörden, Firmen und Privatpersonen, die eine stabile KDE-Version benötigen, vorerst einfach weiterhin KDE 3 einsetzen. Die frühe Release von KDE 4.0.0 soll vor allem mehr Entwickler dazu motivieren, den Desktop zu testen und Bug-Reports einzusenden.

Dolphin dient als neuer Dateimanager unter KDE 4.0.

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Kritiker befürchten indes, die Release-Politik könne potenzielle KDE-Nutzer verschrecken, die vom neuen KDE dieselbe Stabilität erwarten, wie von der "alten" Version. Distributionen wie OpenSuse und Kubuntu setzen daher auf eine zweigleisige Strategie: Sie lassen die Anwender entscheiden, ob sie KDE 3.5 oder 4.0 wollen.

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Die Änderungen in KDE 4.0 sind zu zahlreich, um sie hier alle aufzuzählen. Der erwähnte Visual Guide beinhaltet einen ausführlichen Zugang. Einen Überblick bietet dieser Artikel, der sich mit den Features auseinander setzt.

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