
Stein des Anstoßes: Der von Netgear als Open-Source-Router mit eigener Community-Website ausgestattete Router.
Mit seiner Initiative GPL-Violations.org ist Harald Welte schon oft für die Einhaltung der GPL eingetreten. Aktueller Stein des Anstoßes ist für Welte der von Netgear als Open-Source-Router beworbene WNR3500L .
Netgear hat gleichzeitig zur Router-Ankündigung auch eine “My Open Community” angekündigt. Wie Harald Welte in seinem Blog schreibt, hat der WNR3500L allerdings das Problem, dass seine Kernel-Module “binary-only” seien und damit Closed Source. Neben diesem ärgerlichen Umstand bedeuten die binären Module auch ein Sicherheitsrisiko, merkt Welte an, weil sich diese nicht mit Security-Fixes updaten lassen.
In legaler Hinsicht sieht Welte Netgear einen fragwürdigen Weg gehen, indem das Unternehmen wohl darauf baue, dass keiner der Autoren, die für die im Router verwendeten Module verantwortlich zeichnen, wegen Copyright-Verletzungen gegen Netgear vorgehen.
Netgear habe wohl den Open-Source-Markt nicht verstanden, den sie mit dem Router bedienen wollen, vermutet Welte. Sollte jemand Kontakt zu den betreffenden Produktmanagern haben, biete er sich gerne für eine Einführung in die Regeln und Umgangsformen im Zusammenhang mit Open Source an. Welte weist in diesem Zusammenhang auf den fatalen PR-Effekt hin, den die Einführung eines in rechtlicher Hinsicht fragwürdigen Closed-Source-Produkts unter der Flagge von Open Source haben könne.



