Das Foswiki liegt in der neuen Version 2.0 fast vollständig in klingonischer Sprache vor, beherrscht endlich UTF-8 und lässt sich so einfacher internationalisieren. Daneben gibt es zahlreiche Neuerungen für Admins und User.
Beim Übersetzen sind die Macher des Foswiki auf ein Continuous-Translation-Modell umgeschwenkt. Die Übersetzer arbeiten auf Servern des Projekts, ihre Änderungen fließen regelmäßig in die Patch-Releases ein. Neu dabei als Sprache ist klingonisch, der Übersetzungsgrad liegt bei 94 Prozent. Weniger Star-Trek-affinen Nutzern dürfte indes der Support für UTF-8 gefallen, der bereits länger auf der Todo-Liste stand und die Internationalisierung vereinfacht. Traditionelle Zeichensätze lassen sich aber weiterhin verwenden.
Installateuren der neuen Version raten die Entwickler, einen Blick auf die dazugehörige Anleitung zu werfen, denn der Prozess habe sich geändert. Er vereinfache nicht nur die Erstinstallation, sondern auch die Erstkonfiguration. Das neue Konfigurations-Interface setzt aber Javascript voraus, auch Perl sollte in einer neuen Version vorliegen (5.18 aufwärts). Zudem unterstützt Foswiki FastCGI und “mod_perl” ohne Zutun.
Foswiki lässt sich in der neuen Version durch ein Speicher-Backend ausbauen, auch eine Speichererweiterung für Textdateien ist verfügbar. Beide sollen die Performance verbessern und den Verzicht auf RCS ermöglichen. Access Control Lists (ACLs) lassen sich mit Read-only-Einstellungen und Admin-only-Zugriff verarbeiten. Der interne Admin-Zugriff lässt sich abstellen, um geteilte Passwörter zu vermeiden. Auf den Admin wartet zudem ein Kommandozeilen-Interface zur Konfiguration. Sind aktualisierbare Erweiterungen verfügbar, alarmiert das Updates-Plugin den Foswiki-Betreiber. Um den Webserver zu konfigurieren, braucht es nun keinen speziellen Schutz mehr, nicht zuletzt reagiert das Foswiki aufgrund des umgeschriebenen Page Cache schneller.
User lernen die Topic Markup Language (TML) besser, weil ihnen nun ein “Natural Edit” TML-Editor hilft. Per Markup lassen sich jetzt komplette Code- oder Textblöcke einrücken. Dank des Home-Page-Plugin landet der User auf Wunsch nach dem Login auf einer individualisierten Homepage. Die Preview-Seite umfasst aktive Links, Jquery unterstützt das Foswiki in einer neuen Version.
Wer es ganz genau wissen möchte, weil er Foswiki installieren will, wirft am besten einen Blick auf die eher technisch orientierten Release Notes und besucht dann die Downloadseite.






