Das Software-Unternehmen Codegear hat eine Entwicklungsumgebung für das quelloffene Web-Framework Ruby on Rails angekündigt.
Der Hersteller verspricht, dass mit der integrierten Entwicklungsumgbung Web-2.0-Anwendungen auch für Einsteiger machbar seien. Möglich machen sollen das so genannter “Commanders”, Programmierwerkzeuge, die eine Kombination aus Befehlszeile und anwenderfreundlichen Wizards darstellen. Jason Vokes, Marketingchef von Codegear, sieht damit Kommandozeilen-Spezialisten ebenso angesprochen wie Benutzer, die eine grafische Entwicklung bevorzugen. Im Produkt Ruby IDE stecken weitere Funktionen, die den kommerziellen Ansatz rechtfertigen sollen: Automatische Vervollständigung des Codes, Strukturverbesserung des Quelltexts und Type-Browsing zählen dazu.
Das Framework Ruby on Rails wurde von David Heinemeier Hansson entwickelt und im Jahr 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem hat es bei Web-Entwicklern schnell an Beliebtheit gewonnen. “Mit Ruby on Rails können Web-2.0-Anwendungen extrem schnell und einfach entwickelt werden, und das mit minimalem Coding-Aufwand”, sagte Codegears Vizepräsident Michael Swindell zum Erfolg des Frameworks. Ruby IDE steht für Betatester zur Verfügung und soll in der zweiten Jahreshälfte für die Plattformen Linux, Mac-OS X und Windows XP verfügbar sein.
Codegear ist ein Spin-Off des Softwareherstellers
Borland. Der Hersteller hat in seinem neu gegründeten Tochterunternehmen den Bereich Programmierwerkzeuge ausgegliedert; Borland will sich künftig auf den Bereich Application Lifecycle Management konzentrieren.



