Automatisiert überwachen
Wer den Aufruf »smartctl -s on Device« in seine Startskripte integriert, aktiviert die SMART-Onlinetests auf dem Gerät. Die Option »-o on« bewirkt ein periodisches Ausführen der Auto-Offlinetests - üblicherweise alle vier Stunden -, sofern der Hersteller sie eingebaut hat (siehe Abbildung 1). Aktivierte Online- und Offlinetests stellen sicher, dass alle Attribute den aktuellen Stand wiedergeben.

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Abbildung 1: Die Smartmontools liefern einen detaillierten Report über die SMART-Fähigkeiten des Geräts.
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Den Health-Status regelmäßig überwachen ginge per Cronjob, der mit den Tools gelieferte Smartd ist aber der bessere Automatisierungstechniker. Viele Distributionen bringen für den Daemon passende Init-Skripte mit. Findet der startende Smartd keine Konfigurationsdatei »/etc/smartd.conf« oder eine mit dem Schlüsselwort »DEVICESCAN«, sucht er selbst nach Geräten, aktiviert SMART und startet die Überwachung; »smartctl -s on« ist also nicht nötig.
Einträge in der Conf-Datei regeln die Testmethoden und deren Zeitplan. An gleicher Stelle lassen sich für jedes einzelne Speichermedium eigene Regeln definieren. Smartd protokolliert seine Status- und Fehlermeldungen im Syslog. Außerdem verschickt das Programm auf Wunsch E-Mails, wenn es Schäden entdeckt hat, Fehler neu loggt oder ein Kommando scheitert. Dazu gibt der Admin der »smartd«-Konfiguration die Option »-m E-Mail-Adresse1,E-Mail-Adresse2,...« mit auf den Weg.

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Abbildung 2: Das Tool Munins malt für den Admin Zeitdiagramme mit Attributwerten, die die Smartmontools geliefert haben.
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Fürs zentrale Monitoring
Für einen einzelnen Server reichen die gezeigten Smartmontools-Möglichkeiten zweifellos aus. Wer aber wie Bruce Allen einen ganzen Rechnerpool sein Eigen nennt, braucht einen höheren Automatisierungsgrad. Eine Möglichkeit ist, einen gängigen Logfile-Agenten damit zu beauftragen, das Syslog auch in Richtung Smartmontools zentral auszuwerten.
Eine andere, elegante Möglichkeit eröffnet das Tool Munin [4]. In ihm kann der Admin Fehler- oder Warnstufen definieren. Schlägt eine davon an, versendet Munin einen so genannten Passive Alert an Nagios ([5], [6]). Voraussetzungen sind ein entsprechender NSCA-Server (Nagios Service Check Acceptor) sowie das Smartmontools-Plugin für Munin. Als Nebenprodukt eines solchen Setup kann sich der Admin an netten Grafiken mit dem zeitlichen Verlauf der Attributwerte wie in Abbildung 2 erfreuen.
Munin besteht aus dem zentralen Server und den so genannten Knoten (Munin-Nodes) auf den beobachteten Rechnern. Die Knoten erheben Daten über die Systemaktivitäten und -befindlichkeiten lokal und liefern sie auf Anfrage des Servers über einen Port (normalerweise 4949) an ihn aus. Auf dem Server speichert RRDtool [7] alle Daten und bastelt daraus HTML-Seiten.
Das Smartmontools-Plugin erwartet auf dem Knoten als Konfiguration pro Gerät einen Link »/etc/munin/plugins/smart_Device-Name«, der auf »/usr/share/munin/plugins/smart_« verweist. Bei Anfragen des Servers startet das Plugin dann einen »smartctl«-Aufruf mit den in »/etc/munin/plugin-conf.d/munin-node« konfigurierten Optionen und liefert die gewonnenen Daten aus.
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