Mit der Datenflut wachsen die Speichersysteme, die sie auffangen sollen. Mit deren Größe steigen aber auch die möglichen Folgen eines Ausfalls. Andererseits sind Lese- oder Schreibfehler und auch das komplette Versagen einer Disk nur eine Frage der Zeit.
Einen Ausweg bieten Plattengruppen mit eingebauter Redundanz, wie sie die bekannten Parity-RAID-Verfahren erzeugen. Sie können den Ausfall einer einzelnen Disk kompensieren. Allerdings wird dabei selten bedacht, dass die klassischen RAID-Konfigurationen für Storage-Systeme heutiger Dimensionen keinen hinreichenden Schutz mehr gewähren. Stattdessen bieten sich neue Lösungen an.
Die Behauptung, die hergebrachten und gut bekannten RAID-Level reichten heutzutage nicht mehr aus, klingt zunächst nach einer Übertreibung – doch ein Blick auf die Details macht klar, dass sie sich auf Tatsachen gründet. Betrachtet man etwa ein herkömmliches RAIDSet, das n Festplatten durch RAID-Level 5 zusammenfasst, dann offenbaren sich die prinzipiellen Schwächen klassischer Parity-RAID-Level, sobald eine Festplatte ausgefallen ist (Degraded-Zustand) oder eine ausgefallene Festplatte durch eine neue ersetzt wird (Rebuild-Zustand).
In diesen beiden Betriebszuständen sind die Daten dieses RAID-Sets in erhöhtem Maße gefährdet: Weder darf eine zweite Festplatte ausfallen, noch darf bei der Rekonstruktion der ausgefallenen Platte oder bei anderen I/ O-Prozessen ein einziger Sektor auf den verbliebenen Festplatten schadhaft oder unlesbar sein.
Dieser Artikel ist der Technical Review 03 zum Thema Storage & backup erschienen.


