Ursprünglich war Xwayland ein X.org-Modul, nun steht es dank der Glamor-Bibliothek auf einer Stufe mit Xwin und Xquartz, den X-Servern für Win32 und OS X.
Die Bibliothek Glamor kümmert sich in X.org um die 2-D-Funktionen, es handelt sich um eine Render-Implementierung auf Basis von Open GL. Der Vorteil: Xwayland muss so nicht selbst einige der X.org-Funktionen übernehmen und der Betreiber muss es nicht mehr mit Setuid-Rechten ausführen. Entwickler Jasper St. Pierre, der an Xwayland mitarbeitet, zeigt sich in seinem Blog entsprechend erfreut, auch wenn noch nicht alle Funktionen vorhanden sein. So fehlen Direct Rendering für Open-GL-Spiele und eine 2-D-Beschleunigung. Zudem erklärt er ein wenig die Hintergründe.
X.org bringt verschiedene Server mit, die im Verzeichnis “hw” liegen, etwa Xquartz für OS X und Xwin für Windows oder Xorg, Xephyr und Xnest für Linux. Code, den sich alle Server teilen, heißt DIX (Device Independent X), die Server für die verschiedenen Zwecke und Plattformen bezeichnen die Entwickler hingegen als DDX (Device Dependent X), Xwayland ist nun also ein DDX-Treiber.
Die Codebasis in “hw/xwayland” sei verhältnismäßig klein, zudem funktioniere es nun plattformunabhängig. Auch wenn die Entwickler hauptsächlich mit Intel-Grafik testen, könne Wayland nun auch mit anderen GPUs (Nvidia, ATMD/ATI) testen. Zumindest Nvidia möchte ihren Treiber wohl in Xwayland nutzen, vorzeigbare Ergebnisse stehen in diesem Fall noch aus. Nicht zuletzt werde der “xf86-video-wayland”-Treiber auf diese Weise überflüssig.




