XML-Futter für Java-Objekte mit Digester 2.0

Die neue Version besitzt weniger Abhängigkeiten und kann XML-Code validieren. Digester findet Anwendung, wenn Programmierer Daten aus XML-Dateien in Java-Objekte umwandeln wollen.

Neu in der als wichtig bezeichneten Release: Das J2SE-Developmentkit ist mindestens in Version 1.5 erforderlich. Als zweites hat das Digester-Projekt die Abhängigkeit vom ArrayStack entfernt. In einigen Klassen der Hierarchie “org.apache.commons.digester” ändern sich damit die Verweise von “ArrayStack” auf “java.util.Stack”. Als weitere wichtige Änderung hat Digester 2.0 sich auf XML-Validierung mittels “javaxf.xml.validation.Schema” verlegt. Schließlich unterstützt die neue Version jetzt Verweise auf andere XML- oder Textdokumente mittels der W3-Spezifikation Xinclude.

Digester, ein Verarbeiter von XML-Input, erzeugt mittels SAX-Parser-Interface (Simple API for XML) zum Beispiel Javaobjekt-Bäume aus XML-Konfigurationen. Umwandlungsregeln bezieht der Programmierer entweder aus seinem eigenen Java-Code oder aus einer XML-Konfigurationsdatei, den “xmlrules”. Das Apache-Projekt beschreibt die Software als einigermaßen aufwändig hinsichtlich der Regelkonfiguration, dafür aber flexibel und mächtig. Die Version 2.0 liegt als komprimiertes Tar-Archiv sowie als Zip-Datei in Binär- und Quellform auf dem Commons-Downloadserver des Apache-Projekts.

Als Voraussetzungen für das Digester-Paket geben die Release-Notes das J2SE Development Kit (JDK) ab 1.5 an, das der offiziellen Java-Plattform 5 entspricht. Auch das Logging-Tool ab der Version 1.0.0 und die API-Wrapper der BeanUtils ab 1.7.0 ist nötig. Beide sind, wie der Digester, Teile der Commons-Abteilung des Apache-Projekts. Die Apache Commons wollen Programmier-Komponenten für Java in möglichst vielen Projekten wiederverwertbar machen. Wie alle Apache-Software steht Digester unter der Apache-Lizenz.

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