Das amerikanische Unternehmen XenSource kündigt für kommenden Montag seine Virtualisierungs-Software XenEnterprise in Version 4 an.
XenEnterprise basiert auf der Open-Source-Lösung Xen und bietet darüber hinaus Management-Software sowie Verträge mit regelmäßigen Updates und Support. Das Unternehmen bezeichnet die neueste Version als Meilenstein und will damit zum derzeitigen Marktführer VMware aufschließen.
Als kennzeichnend für den Technologiesprung nennt die Produktankündigung neue Software-Werkzeuge zum Verteilen und Verwalten der Virtuellen Maschinen (VM) in der Unternehmens-Infrastruktur. Neu ist beispielsweise XenMotion, eine Software zur Live-Migration von virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb. Gleichfalls neu ist die skalierbare Management-Software XenCenter.
Eine Besonderheit betreffend Hochverfügbarkeit hebt der Hersteller in seiner Produktankündigung hervor: Der Management-Status eines Hosts wird innerhalb eines definierten Pools über alle Hosts repliziert. Hierdurch kann jeder beliebige Host im Bedarfsfall dessen Funktion übernehmen.
Der gleichfalls integrierte 64-Bit-Hypervisor soll sowohl 32- wie auch 64-bit-Workloads unterstützen und bis zu 128 GByte physikalischem Speicher, pro Gast-VM bis zu 32 GByte. Dank der mitgelieferten offenen Schnittstelle XenAPI können Dienstleister zusätzliche Anwendungen integrieren. Der integrierte Xen Open Source Hypervisor in Version 4 unterstützt die hardwareseitige Virtualisierung der Hersteller AMD und Intel. Davon verspricht sich XenSource nahezu native Leistung und Geschwindigkeit.
Viele dieser neuen Funktionalitäten sollen auch in den neuen Versionen von XenServer oder im kostenlosen XenExpress enthalten sein. XenEnterprise v4 soll am 20. August 2007 veröffentlicht werden. Die Preise für XenEnterprise v4 mit zwei Sockets beginnen bei 1.599 US-Dollar (1.168 Euro) für ein Jahresabonnement, der etwas abgespeckte XenServer ohne XenMotion ist ab 495 US-Dollar (361 Euro) zu haben.
XenSource gibt an, dass mittlerweile rund 650 Unternehmen die kommerzielle Lösung der Software nutzen, wobei sich die Kundenbasis innerhalb der letzten drei Monate verdoppelt habe. Die Open-Source Variante ist in verschiedenen Linux-Distributionen wie beispielsweise Red Hat Enterprise Linux oder Novells Suse Enterprise Linux enthalten.




