Xen-Projekt veröffentlicht Mirage OS 1.0

Die erste große Release von Mirage OS gab die Xen Foundation gestern bekannt und veröffentlichte Version 1.0.

Die Virtualisierer von Xen bieten mit Mirage OS ein in Ocaml verfasstes Cloud Operating System an, das vom Konzept her OS V ähnelt, an dem die KVM-Macher zurzeit arbeiten. Das Mirage-Projekt gibt es bereits seit 2009, die Bibliotheken der ersten Major Version 1.0 will man laut Ankündigung im Dezember Stück für Stück veröffentlichen und zugleich beschreiben, wie diese jeweils funktionieren.

Mirage läuft auf ARM- und x86-Plattformen, nutzt Xen als Hypervisor und spart sich einen Kernel für das virtualisierte Betriebssystem. Stattdessen kommt ein Unikernel zum Einsatz auf dem die Cloud-Apps und Mobilanwendungen direkt laufen. So ließe sich zum Beispiel die Open-Mirage-Webseite auf einem schlanken Webserver in Amazons Cloud hosten und in etwa einer Sekunde booten.

Mirage OS setzt auf Xen und einen Unikernel (Bild: http://www.xenproject.org)

Mirage OS setzt auf Xen und einen Unikernel (Bild: http://www.xenproject.org)

Auch die Anwendungen von Mirage OS sind in Ocaml programmiert, momentan gibt es etwa 50 Bibliotheken. Das Xen-Projekt will es so einfach wie möglich machen, Anwendungen für Mirage OS zu entwickeln und Appliances zu verteilen. Entwickelt wird das OS hauptsächlich von Mitarbeitern der Universität Cambridge und der Firma Citrix. Mirage OS steht unter der offenen ISC-Lizenz und lässt sich auf Github herunterladen.

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