Xen 4.5. erschienen

Das Xen-Projekt veröffentlicht ein neues, schlankeres Release mit etlichen Neuerungen.

Was sozusagen äußerlich auffällt: Xen ist schlanker geworden, der Codeumfang nahm um 141 KByte oder 63 000 Zeilen Code auf 74 KByte ab. Dadurch ist nun auch wenier Code zu warten, was den Entwicklern mehr Zei für neue Features gibt. Schon das neue Release profitiert von 43 Neuerungen, den meisten der Xen-Geschichte,  auf den folgenden Gebieten:
* Hypervisor: Xen bootet jetzt auf großen Maschinen schneller. Eine neue PVH-Extension erweitert die klassische Paravirtualisierung um die Fähigkeit, die Funktionen der Hardwarevirtualisierung neuerer Prozessoren zu nutzen. Damit kann die Dom0 bestimmte Aufgaben selber erledigen, für die zuvor der Hypervisor bemüht werden musste. Die Latenz von Interrupts für das PCI-Passtrough wurde verringert. Außerdem sind nun mehrfache IO-REQ-Dienste für Gastsysteme möglich, womit mehrere Qemu-Instanzen einer Domain zugeordnet werden können. Spezifischen physischen CPUs lassen sich neu an virtuelle CPUs binden. Auch die Sicherheit wurde an etlichen Stellen verbessert.
* Toolstack: Xen benutzt jetzt einen in C programmierten Toolstack namens xf oder libxf anstelles des früheren, in Python geschriebenen stacks namens xend. Anwender sind von dem Wechsel kaum betroffen, aber Entwickler versprechen sich eine wesentlich bessere Wartbarkeit.

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