Nach einigen Verzögerungen gibt es nun die neue Version 2.5 der freien Blogging-Software WordPress.
Das besonders bei Bloggern beliebte freie Content Management System bringt einige neue Features mit. Neben der Möglichkeit, ab sofort Avatare zu verwenden, ohne dafür Plugins zu nutzen, gibt es eine automatische Aktualisierung für Plugins. Dies ist eine Weiterentwicklung der in WordPress 2.3 eingeführten automatischen Update-Benachrichtigung. Sind neue Plugins verfügbar, können Anwender diese einfach per FTP auf ihren Webspace laden.
Die auffälligste Änderung dürfte im Adminbereich stattgefunden haben, wo es zum Beispiel ein neues Farbschema gibt. Da dieses von vielen im Vorfeld heftig kritisiert wurde, ist es auch möglich, das alte Farbschema beizubehalten. Desweiteren gibt es jetzt eine “Right Now Box”, die aktuelle Statistiken zum Blog und fette Buttons zum Erstellen einer Seite oder eines Postings enthält.
Die Medienbibliothek unterstützt Anwender bei der Verwaltung ihrer hochgeladenen Anhänge, seien es Bilder, Audio- oder Video-Dateien. WordPress identifiziert die Dateien anhand der Endung und speichert sie in einer zentralen Bibliothek, von wo aus man sie beim Verfassen von Beiträgen “on-the-fly” einfügt.
Seit WordPress 2.3 lassen sich Beiträge zwar taggen, bisher ließen sich die Tags jedoch nicht vernünftig verwalten. Hier schafft der Tag-Manager von WordPress 2.5 Abhilfe. Als nette Spielerei erweist sich die Anzeige der Passwortstärke, die angibt, wie sicher und damit brauchbar ein verwendetes Passwort ist.
Wie bei jeder Veröffentlichung eines Updates weisen die Entwickler darauf hin, dass Anwender auf die Kompatiblität der Plugins achten sollten. Wer nach dem Update auf die neue Version keine unangenehmen Überraschungen erleben möchte, kann vorab einen Blick auf die Liste der von den Entwicklern als kompatibel befundenen Plugins werfen. Ganz sicher gehen Anwender, wenn sie vor dem Update ein Backup von Blog und Datenbank anlegen sowie alle laufenden Plugins deaktivieren.
Updategeplagten WordPress-Usern erleichtert dabei nun das Feature “Deaktivierung aller Plugins” das Leben. Damit lassen sich die installierten Plugins mit einem Klick nicht nur deaktivieren, sondern auch genauso schnell wieder aktivieren. Das nächste Update steht in circa vier Monaten an.
Auf den deutschen WordPress-Seiten steht bisher nur die englischsprachige Version zum Download bereit, an der deutschen Sprachanpassung arbeiten die Entwickler noch. Sie bieten für den aktuellen Versionssprung laut Blog kein Upgrade-Paket an, weisen aber darauf hin, dass auch Nutzer der DE-Edition die englische Version zum Upgraden einsetzen. Die WordPress-Foren bieten Upgrade-Willigen Hilfe an.



