Wikimedia gegen Recht auf Vergessen

Die Wikimedia Foundation hat ihren ersten Transparenz-Report vorgelegt und bei dieser Gelegenheit auch gegen das europäische Recht auf Vergessen protestiert.

“Menschen neutrale und relevante Informationen vorzuenthalten widerspricht dem Ethos und den Werten der Wikimedia-Bewegung”, sagten Wikimedia General Counsel Geoff Brigham und Legal Counsel Michelle Paulson. “Die Wikimedia Foundation spricht sich gegen die Reichweite der Rechtsprechung und ihre Folgen für freies Wissen aus.” Wikimedia habe keinem der 304 Gesuche in den letzten beiden Jahren stattgegeben, die verlangten, das Content entfernt werden solle. “Das Resultat wäre ein löchriges Internet mit Gedächtnislücken, in denen unliebsame Informationen einfach verschwänden.”

Befürworter des Rechts auf Vergessen wie das Consumer Watchdog’s Privacy Project halten dagegen, dies sei eine Überreaktion.Niemand sage, Wikipedia müsse alles löschen – nur der Link von einem Namen auf einen fraglichen Inhalt müsse entfernt werden. Der  eigentliche Inhalt könne ja bestehen bleiben.

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Niels Dettenbach
8 Jahre her

Nun, diese Entwicklung in der deutschen wie europäischen – in punkto Internet nicht erade selten sach-, fach- und realitätsfernen – “Rechtssprechung” ist ja keineswegs neu und hat ihre Ursachen auch bei jenen, die sich – hinter dem Deckmantel von “Netzneutralität” und “Persönlichkeitsrechten” versteckt – an die Zerstörung der Neutralität des Netzes wie der Rechte auf freie Information machten und machen, obgleich nicht wenige von ihnen wahrscheinlich sogar ersnthaft an das “Gute” in den von ihnen ersonnenen Verschlimmbesserungen auf staatlicher Ebene hoffen. denn wo wäre denn das Internet heute, wenn nicht Regierungen es “nett” und “ordentlich” ” gutreguliert” hätten?!??Gesetze, die das… Mehr »

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