Whitelist für Firefox-Plugins geplant

Mozilla will sich zwar langfristig von Plugins für den Firefox-Browser verabschieden, bietet aber für die Übergangszeit Whitelists für bestimmte Webapps an.

Die meisten Plugins aktiviert Firefox neuerdings nicht mehr automatisch. Stattdessen sollen die Nutzer Plugins aktiv einschalten, wenn sie diese brauchen. Beim Click-to-Play-Ansatz erscheint eine Mitteilung, laut der eine Webseite ein bestimmtes Plugin benötigt. Der Nutzer kann dann den Einsatz des Plugins einmalig oder dauerhaft erlauben.

Langfristig bestehe das Ziel laut einem aktuellen Mozilla-Blogeintrag darin, Plugins ganz aus dem Browser zu entfernen. Das solle die Sicherheit erhöhen. Die Anbieter von Webseiten sollten ihren Einsatz von Plugins daher überdenken, fordert Chad Weiner, der Chef für Produktvermarktung bei Mozilla, im Blog auf. Es gebe mittlerweile mit Asm.js und Emscripten zahlreiche Möglichkeiten, Plugins zu ersetzen. Letztere seien eine immer währende Quelle von schlechter Performance, Abstürzen und Sicherheitslücken.

Allerdings sehen auch die Firefox-Macher, dass die Betreiber von Webanwendungen eine Weile brauchen, um auf bessere Alternativen zu wechseln. Also habe man eine Whitelist eingeführt: Bis zum 31. März können sich die Macher von Webanwendungen bewerben und für ihr Plugin eine automatische Aktivierung beantragen. Man werde diese Applikationen anschauen und dann für vier Firefox-Versionen in Folge eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

Update: In den letzten Absatz hat sich ein Fehler eingeschlichen. Tatsächlich sollen nicht die Entwickler von Webanwendungen bei Mozilla Ausnahmen beantragen, sondern die Verfasser der Plugins. Sie sollen innerhalb der genannten Frist einen glaubwürdigen Plan vorlegen, wie sie sich den Wechsel von einem NPAPI-basierten Plugin hin zu einer Webstandard-basierten Lösung vorstellen (kki).

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