VMware veröffentlicht Container-Linux Photon

VMware veröffentlicht mit Photon ein eigenes, leichtgewichtiges Linux, das als Unterbau für Cloudanwendungen dienen soll und verschiedene Containerformate unterstützt. Ergänzend soll ein zweites Open-Source-Projekt namens Lightwave Identity- und Access-Management für Unternehmen ermöglichen.

Photon-Linux ist eine Eigenentwicklung von VMware, verwendet RPM und Yum für das Paketmanagement, soll aber laut Ankündgung keine Konkurrenz zu existierenden Distributionen sein. Es unterstützt neben Docker auch Rkt (Rocket) von Core OS sowie Garden von Pivotal. Das System belegt etwa 300 MByte Speicher und nutzt das Sicherheits-Framework von V-Sphere. Wer die Distribution in Aktion sehen möchte, findet auf Youtube ein Video.

Photon ist auf die Produktpalette von VMware abgestimmt, namentlich auf V-Sphere und V-Cloud Air. Container-Arbeitsaufgaben lassen sich angefangen von der Entwicklung bis hin zur Produktion nahtlos migrieren, erklärt die Firma. Es gibt Kooperationen mit Intel, Mesosphere, Core OS, Pivotal und Hashi-Corp.

Lightwave scheint hingegen eine Art Free IPA für Container werden. Es soll mandantenfähig sein, verschiedene offene Standards unterstützen (Kerberos, LDAPv3, SAML, X.509), SSO, Autorisierung und Authentifizierung erlauben und dank Replikation auch für Unternehmen skalieren. Zudem soll es ein einfaches Schlüssel- und Zertifikatsmanagement für die komplette Infrastruktur anbieten.

Während der Quellcode für Lightwave später im Jahr veröffentlicht werden soll, lässt sich Photon bereits jetzt über Github herunterladen, wobei die einzelnen Komponenten verschiedenen Open-Source-Lizenzen unterstehen. Das ISO steht unter dem VMware Technology Preview License Agreement.

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