VMware hat die Mehrzahl seiner VMware-Tools als Open-Source veröffentlicht. Dies verkündete der Hersteller der gleichnamigen Virtualisierungs-Software auf der VMworld-Konferenz in San Francisco.
Die VMware Tools sind Software-Komponenten, die unter einem Gastsystem innerhalb der Virtualisierungslösung laufen. Diese Werkzeuge sorgen nach Angaben des Herstellers über Schnittstellen für eine höhere Systemleistung und vereinfachen die Bedienung der virtuellen Maschinen unter VMware.
Unter dem Namen Open Virtual Machine (VM) Tools sollen Linux-Anbieter die nun freigegebene VMware-Technologie in ihre Varianten des freien Betriebssystems integrieren. Auch andere Open-Source-Virtualisierungsprojekte können die unter GPLv2 und kompatiblen Lizenzen veröffentlichte Technologie nutzen. Laut Stephen Herrod, Vizepräsident für technologische Entwicklung bei VMware, erhofft sich das Unternehmen mit diesem Schritt eine aktuellere und breitere Auswahl an Gastbetriebssystemen und zusätzlichen virtuellen Applikationen.
Mit den Linux-Distributoren Novell, Red Hat und Ubuntu arbeitet VMware derzeit daran, die VMware-Tools direkt in den Installationsablauf des Linux-Betriebssystems zu integrieren. Laut Novell-Manager Holger Dyroff sollen die Open VM Tools Teil der Suse Linux-Enterprise-Plattform werden, und Red Hats Vizepräsident Scott Crenshaw äußert sich erfreut über eine größere Auswahl an Virtualisierungs-Software für Linux-Anwender. Mark Shuttleworth, Gründer des Ubuntu-Betriebssystems, kündigt die VMware-Tools als Teil einer kommenden Ubuntu-Version an: “Mit Open VM Tools können wir auch den Endanwendern des Ubuntu-Betriebssystems eine schlüsselfertige Lösung liefern.”
Der Quellcode der Open-VM-Tools steht auf dem Open-Source-Portal Sourceforge zur Verfügung. Das Virtual Machine Interface VMI des Herstellers ist bereits seit längerem als Open Source veröffentlicht und seit März 2007 Teil des Linux-Kernels.
Eine weitere Neuigkeit gab es auf der VMworld-Konferenz: VMware kauft den Schweizer Anbieter für Virtualisierungslösungen Dunes Technologies. Die Management-Software für virtuelle Umgebungen von Dunes soll künftig das hauseigene Portfolio ergänzen. Zudem will VMware mit der Dunes-Technologie auch eine Lösung bieten, die den kompletten Lebenszyklus der virtuellen Maschinen verwaltet. Finanzielle Einzelheiten zum Unternehmenskauf wurden nicht veröffentlicht.


