Der vor rund einem Monat als stabil veröffentlichte Kernel 5.13 bereitet dem Vrtualisierungsspezialisten VMware Probleme. Der ESXi Enterprise Hypervisor des Anbieters hat mit diesem Kernel unter Leistungseinbußen zu leiden.
Die VMware-interne Evaluierung habe bei ESXi Compute-Workloads eine Verdreifachung ergeben und bei ESXi Networking einen Anstieg der Arbeitslasten um bis zu 40 Prozent, schreibt Abdul Anshad Azeez von VMware an die Kernel-Mailingliste. Die Vergleiche mit Kernel 5.12 hätten ergeben, dass das Verhalten wohl mit einem auf Scheduler-bezogenen Commit von Peter Zijlstra zusammenhänge.
Mit dem besagten Commit „sched: Move SCHED_DEBUG sysctl to debugfs“ werden die Werte für Wakeups Granularität geändert, hat VMware herausgefunden. Die Änderung der Standardgranularität für das Wakeup des Schedulers von 15 ms auf 4 ms (und der Mindestgranularität von 10 ms auf 3 ms) führe zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Rechen- und Netzwerk-Workloads, berichtet Abdul Anshad Azeez. Das Verhalten sei auch mit Linux-Kernel 5.14rc3 zu beobachten, so der VMware-Mann. VMware versuche nun herauszufinden, mit welcher Absicht die Änderungen erfolgt sind und ob die Änderung rückgängig gemacht werden könne.




