60 Prozent der befragten Sicherheitsverantwortlichen gehen davon aus, dass Hacker die Sicherheitssysteme ihrer Unternehmen knacken können
Mehr als 80 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen sehen wachsende Sicherheitsprobleme auf ihre Unternehmen zukommen und 60 Prozent gehen davon aus, dass sie im Cyberkrieg hinterher hinken. Das sind die Ergebnisse der neuesten internationalen Befragung von 138 Sicherheitsverantwortlichen und CISOs (Chief Information Security Officer) durch IBM weltweit. Neuen Technologien kommt bei der Gefahrenabwehr eine besondere Aufmerksamkeit zu, wobei Big Data, Cloud Computing und Mobile im Fokus stehen. Die dritte jährliche Chief-Information-Security-Officer-Studie 2014 wurde durchgeführt vom IBM Center for Applied Insights.
Ausgeklügelte externe Angriffe wurden von 40 Prozent der befragten Sicherheitschefs als ihre Top-Herausforderung bewertet, an zweiter Stelle folgen mit großem Abstand (unter 15 Prozent) neue Regularien und Vorschriften. Damit beansprucht die Bekämpfung externer Attacken die größten organisatorischen Anstrengungen in den nächsten drei bis fünf Jahren – so viel wie die Einführung neuer Regularien, neuer Technologien und die Bekämpfung interner Bedrohungen zusammengenommen.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der Security-Verantwortlichen ausgereifte, traditionelle Technologien für Netzwerk Intrusion Prevention, Malware Detection sowie für die Überprüfung von Netzwerk-Schwachstellen im Einsatz haben. Gleichzeitig jedoch erachten es fast 50 Prozent der Befragten für absolut notwendig, neue Sicherheitstechnologien einzuführen. Insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Datenverlusten, neue Sicherheitslösungen für das Cloud Computing sowie für Mobile-Anwendungen und Geräte benötigen sie eine radikale Transformation.
ber 70 Prozent der Befragten gaben an, dass die Nutzung von Security Intelligence in Echtzeit immer wichtiger wird. Trotz dieser hohen Zustimmungsrate zeigen die Studienergebnisse aber auch, dass Maßnahmen wie Daten-Klassifizierung und Security- Intelligence- Analysen noch relativ wenig ausgreift sind (54 Prozent) und verbessert beziehungsweise transformiert werden sollten. Trotz des wachsenden Einsatzes von Mobile-Anwendungen und Geräten bestätigen nur 45 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen, dass sie hierfür spezifische Sicherheitskonzepte im Einsatz haben. Tatsächlich liegen die Sicherheitsmaßnahmen, was den Reifegrad der Lösungen anbelangt, hier am unteren Ende der Skala (51 Prozent).
Mit der Zunahme von Cyberattacken und staatlichen Regulierungen haben die meisten Unternehmen in den vergangenen drei Jahren ihre Perspektive auf das Thema Sicherheit verändert. Dies hat die Rolle der Sicherheitsverantwortlichen gestärkt, ihr Einfluss ist gewachsen. So bestätigen 90 Prozent der Befragten, dass sie einen erheblichen Einfluss in ihrem Unternehmen haben und 76 Prozent sagen, dass er sich in den letzten drei Jahren erheblich vergrößert hat. Zudem betonen 71 Prozent, dass sie die notwendige organisatorische Unterstützung für ihren Job bekommen.



