Verbraucherzentralen fordern Algorithmen-TÜV

Algorithmen sind im täglichen Leben omnipräsent: Sie parken das Auto, blenden Werbung ein, berechnen Versicherungstarife, wählen Lebenspartner aus oder schlagen Produkte vor, die uns gefallen könnten. Doch +wer kontrolliert, was uns steuert?

Die Verbraucherzentralen verlangen nun Kontrollen der internen Algorithmen bei sensiblen Internet-Dienstleistungen. „Wenn es um wichtige Dinge geht, wo etwas über mich über meinen Kopf hinweg entschieden wird, brauchen wir einen Algorithmen-Tüv“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiele nannte er Online-Angebote zu Versicherungstarifen oder Studienplätzen. Eine Behörde oder eine staatlich beliehene Institution wie der Tüv solle überprüfen können, ob Computer-Entscheidungen nachvollziehbar seien oder etwa jemand wegen bestimmter Daten-Informationen benachteiligt wird.

Viele Anbieter arbeiteten mit Algorithmen, die auf Basis gesammelter Informationen auf bestimmte Nutzer zugeschnittene Angebote machen könnten, erläuterte Müller. „In vielen Fällen mag das auch genau so sein, dass ich das bekomme, was ich gern haben möchte.“ In Bereichen wie Versicherungstarifen oder Jobangeboten stelle sich aber die Frage: „Wer entscheidet eigentlich darüber, was hier passiert?“ Sei auf der anderen Seite nach wie vor ein Mensch, könne man sich an jemanden wenden, wenn vielleicht etwas missverstanden worden sei. Bei automatisierten Entscheidungen aufgrund großer Datenmengen (Big Data) sei dagegen nicht immer genau klar, wo Daten gesammelt wurden, ob sie richtig erfasst oder womöglich fehlinterpretiert worden seien.

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Wolfgang
8 Jahre her

1.) Algorithmen sind Geschäftsgeheimnisse. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, das hat irgendein oberstes Gericht ich glaube bei der Schufa festgestellt.2.) Algorithmen sind kein Allheilmittel und zum Teil Wissenschaft mal Bauchgefühl. Bei Krediten für Firmen ist wohl eher der Ruf verantwortlich als irgendwelche Fakten. Interessanterweise gehen mache erst dann pleite, wenn andere den Ruf ruinieren – siehe Kirch, siehe Griechenland. Zuerst erfolgten die öffentlich gezeigten Zweifel von Ackermann oder Ratingagenturen, erst dann fingen die Banken an, keine Kredite mehr zu vergeben und damit war die Pleite dann da. Ohne das hätte es weiter gehen können, vielleicht auch bis zu… Mehr »

Kriebi
8 Jahre her

Eigentlich ist die Sache doch ganz einfach. Der beste TÜV ist immer noch der gesunde Menschenverstand. Jeder sollte selbst überlegen, wie und warum für Produkte geworben wird und ob er darauf hereinfällt. Die Werbung zwingt nicht zum Kauf. Man kann weiterhin vergleichen und gegebenfalls eben nicht den erst besten Vorschlag kaufen.Andererseits müssen Menschen auch beschäftigt werden. Wenn also durch solch einen TÜV gut bezahlte neue Arbeitsplätze geschaffen werden, bitte.

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