Verbraucherschutz: Mehr Beschwerden über Online-Bezahldienste

Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Beschwerden in den Verbraucherzentralen zu mobilen Payments und Online-Bezahldiensten ausgewertet. Ergebnis: Im Pandemie-Jahr sind die Beschwerden kontinuierlich angestiegen.

Die Corona-Pandemie hat den Online-Bezahldiensten einen Aufschwung beschert, teilt die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mit. Die Anbieter wie PayPal und Klarna würden mit den Vorteilen wie einem sicheren Käuferschutz oder einer besonders unkomplizierten Abwicklung werben, so die VZBV. Die Auswertung der Beschwerden von Verbrauchern zeige jedoch, dass es bei den Online-Bezahldiensten auch Tücken gebe.

So berichten Verbraucher vermehrt von Problemen. Es seien beispielsweise Forderungen eingetrieben worden, obwohl die Ware nie ankam oder längst zurückgeschickt wurde, laute eine davon. Zudem klagen Verbraucher auch darüber, dass sie sich neben dem Händler zusätzlich mit dem Zahlungsabwickler auseinandersetzen müssten, um ihr Geld zurückzuerlangen. Dass Betrüger Online-Bezahldienste für sich entdeckt hätten und ohne Wissen der Verbraucher einkaufen, sei ein weiteres Problem, so die VZBV. Die so geprellten Verbraucher berichteten, dass sie danach Mühe hatten, das Geld von den Bezahldiensten wieder zurückzuholen, teilt der Bundesverband mit.

Anstieg der Beschwerden. Quelle: VZBV

2020 seien im Vergleich zu 2019 die Beschwerden in den Verbraucherzentralen zu Online-Bezahldiensten und mobilen Payments um 98 Prozent gestiegen und hätten im mittleren dreistelligen Bereich gelegen, so die VZBV. Paypal und Klarna seien bei 67% der Beschwerden im Jahr 2020 über Online-Dienste sowie Online-Payment genannt. Die häufigsten Beschwerden bei den Verbraucherzentralen seien im Jahr 2020 zu Rechnungsstellung und Inkassoeingegangen (46 Prozent), gefolgt von unlauteren Geschäftspraktiken (20 Prozent) und Vertragsbestimmungen und Vertragsauflösung (9 Prozent). „Das sind alles keine neuen Probleme, doch mit dem Online-Shopping-Boom während der Corona-Zeit werden bekannte Problem besser sichtbar“, sagte Heiko Fürst, Referent im Team Marktbeobachtung Finanzmarkt.

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