Der Landeselternbeirat Baden-Württemberg, die Arbeitsgemeinschaften Gymnasialer Elternvertreter in den Regierungsbezirken Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Karlsruhe (ARGEn) sowie der Philologenverband Baden-Württemberg fordern in einer gemeinsamen Erklärung die schnelle und einheitliche Einrichtung einer Cloud-basierten digitalen Lernplattform an allen Schulen des Landes. Dabei sollte ausschließlich Open-Source-Software verwendet werden.
Zudem müsse die Cloud-Lösung der europäischen DSGVO entsprechen, so die Verbände in ihrer Mitteilung. Dies bedeute, dass keine Software-Anbieter akzeptiert werden können, die aufgrund ihrer Produktpolitik oder auch der Rechtslage im Land ihres Firmensitzes die Standards der DSGVO nur eingeschränkt oder nur zeitlich begrenzt garantieren können, heißt es weiter. Deshalb müssten die Server für eine digitale Lernplattform aller Schulen zwingend innerhalb der EU stehen, fordern Landeselternbeirat, ARGEn und Philologen.
In Richtung Open-Source-Software heißt es in der Mitteilung, dass kein Software-Anbieter durch die Inkompatibilität seiner proprietären Software und Dateiformate mit freien Softwareprodukten und -Formaten eine dominante Macht haben dürfe, die eine schulisch genutzte Lernplattform abhängig vom Software-Anbieter mache. Daraus ergebe sich zwangsläufig die Forderung, im Bildungsbereich vornehmlich auf Open-Source-Software zu setzen, die auf schulischen/staatlichen Servern DSGVO-konform betrieben werden könne. Die gemeinsame Mitteilung bedeutet unter anderem eine klare Absage an die Office- und Teams-Produkte von Microsoft.




Guter Vorschlag, aber deutsche Kultusministerien sind weder an Verbesserungsvorschlägen noch an Kritik interessiert.