Unreal Engine 4: Linux soll First Class Member werden

Die Entwickler der Unreal Engine 4, auf der wohl einige der künftigen Blockbuster-Spiele laufen werden, wollen Linux zum “First Class Member” auf der Plattform machen.

Das schreibt Dmitry Rekman im Blog der Spiele-Engine-Hersteller und führt die Pläne weiter aus. Neben robusten Linux-Servern, vollwertigen Linux-Desktop-Clients und nativen, umfassenden Entwicklertools brauche es auch Verbesserungen an den Tools für Windows und Mac OS X. Es müsse möglich werden, ein Projekt einfach neu zu kompilieren und zu packen, um es unter Linux einzusetzen. So könne die Unreal Engine 4 mehr Zug gewinnen, wobei Rekman ausdrücklich auch auf Steam OS als Zielplattform verweist.

Zugleich bedankt er sich bei der Community von Linux-Entwicklern, darunter Angestellte von Red Hat und Google, die sofort damit begonnen habe, Entwicklertools zu bauen und der es bereits gelungen sei, die Unreal Engine unter Linux zu starten. Möglich ist das auch, weil die Firma Zugriff auf den C++-Quellcode gewährt.

Mit dem Linux-Support verbinden die Unreal-Entwickler offenbar auch weitergehende Pläne für die Engine. So wolle man sie auf NUMA-Maschinen mit vielen Prozessoren laufen lassen, um die Skalierbarkeit zu testen, wolle sie mit exotische Architekturen kombinieren und auf Handhelds oder den Raspberry Pi ausprobieren. Nicht zuletzt überlege man, einen freien Benchmark zu entwickeln und ihn in die Phoronix Test Suite zu integrieren.

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