Entwickler des Bremer Softwareherstellers Univention wollen zusammen mit Mitarbeitern des Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine auf Virtualisierungstechniken gründende Sicherheitsinfrastruktur entwickeln.
Hintergrund des Forschungsprojekts “Safer Apps” ist das in der Praxis oft anzutreffende Szenario eines Unternehmens, das seine vorhandene IT-Infrastruktur um Drittlösungen wie beispielsweise Groupware- oder Warenwirtschafts-Systeme erweitern möchte. Wie stellt es dabei jedoch sicher, dass die neuen Drittapplikationen keine Sicherheitsrisiken in die die laufende IT-Infrastruktur einbringt?
Um dieses Problem zu lösen, wird die DFKI-Univention-Projektgruppe im ersten Schritt nach Möglichkeiten suchen, wie IT-Verantwortliche möglichst einfach ihre Sicherheitsinteressen formulieren können, und darauf aufbauend entsprechende Techniken entwickeln, die dabei helfen sollen, die Konsequenzen dieser Entscheidungen für die Sicherheit der gesamten IT-Umgebung jederzeit zu überschauen und gegebenenfalls nachzujustieren. In einem zweiten Schritt werden verschiedene Sicherheitsmechanismen, wie zum Beispiel Virtualisierungstechniken wie Docker oder Zugriffskontrollmechanismen wie SELinux, miteinander kombiniert, um die von IT-Verantwortlichen vorgegebenen Sicherheitsinteressen konsequent durchsetzen zu können.
Als Ergebnis möchte das Projektteam dann den Prototypen eines solchen Sicherheitsmoduls in Univention Corporate Server (UCS) präsentieren, das den gefahrlosen Betrieb von Fremdapplikationen auf UCS als Betriebssystemplattform erlaubt. Über das in UCS integrierte App Center lassen sich aktuell rund 70 Applikationen mit wenigen Mausklicks installieren, die zum Großteil von Drittherstellern für UCS paketiert sind. Um zukünftig das App Center weiter für Softwareprovider zu öffnen, soll es möglich werden, Drittanwendungen abgekapselt von der bestehenden IT-Umgebung bereitzustellen.



