Kürzlich nutzte Ubuntu Touch noch den Audio Flinger von Android für das Abspielen und Aufnehmen von Sounds. Das ist nun vorbei: Im aktuellen Image kümmern sich Pulse Audio und Alsa um den guten Ton.
Der offene Audio-Stack sei noch in der Anfangsphase und laufe am besten auf dem Nexus 4. Bis auf einen relevanten Bug sei auch die Arbeit für das Galaxy Nexus vorangeschritten. Nexus-7-Support soll folgen, für das Nexus 10 sucht David Henningsson, der an dem Audio-Stack arbeitet und von dem die offizielle Ankündigung stammt, noch Tester.
In dem neuen Modell redet Pulse Audio direkt mit Alsa und – wo es nötig ist – mit dem Audio Hardware Abstraction Layer (HAL) von Android. Letzteres gelte für das Starten und Beenden von Anrufen, weil Androids Audio-HAL zunächst mit dem Modem und weiteren Kernel-Komponenten kommuniziere, um den Anruf vom Modem an die Soundkarte zu leiten.
Beim normalen Abspielen und Aufnehmen von Audioinhalten rede Pulse Audio hingegen mit der Alsa-Bibliothek. Über das Switch-Interface des Kernels bekommt Pulse Audio auch Wind davon, wenn der Anwender Kopfhörer oder Headsets in das Smartphone oder Tablet stöpselt. Für die Konfiguration von Mixern kämen hingegen die Mixer-Dateien von Alsa UCM zum Einsatz.
In Henningssons Ankündigung finden auch potenzielle Portierer eine erste Informationsquelle. Das Einrichten des Systems für andere Systeme sei noch etwas umständlich, gibt der Entwickler zu, verweist aber auf ein paar Dateien mit Informationen zum Thema. Er habe bisher lediglich die von Ubuntu Touch offiziell unterstützten Zielplattformen getestet.



