Canonical hat sein minimalistisches, immutable Betriebssystem Ubuntu Core 26 veröffentlicht und verspricht für diese LTS-Version 15 Jahre lang Sicherheitsupdates.
Ubuntu Core 26 zeichnet sich durch verkürzte Installationszeiten aus, berichtet Canonical. Und die OTA-Updates sollen um beachtliche 90 Prozent kleiner ausfallen. Dies komme insbesondere den Betreibern von großen Geräteflotten entgegen, die durch den verkürzten Zeitaufwand für Installation und Updates bares Geld sparen würden, so Canonical.
Verantwortlich für die Verkleinerung der Updates sei ein verbessertes „Snap-Delta“-Format, das die Größe von Updates bei den meisten Snaps reduzieren hilft. Die Updates für die Core-Basis-Snaps schrumpfen laut Canonical dabei von 16 MByte auf lediglich 1,5 MByte.
Bei der Installation sorgen initramfs-basierte Installationsverfahren für den Zeitgewinn, indem sie standardmäßig auf zeitraubende redundante Neustarts verzichten.
Dank Chisel, dem Software-Tool, mit dem sich Debian-Pakete bearbeiten und maßschneidern lassen, sollen die Builds von Core 26 präziser auf die jeweiligen Anforderungen passen.
Das Sandbox-Prinzip der Vorgänger behält Ausgabe 26 bei. Jede Komponente ist ein isoliertes und kryptografisch signiertes Snap. Jon Seager, VP of Ubuntu Engineering bei Canonical sieht das vor zehn Jahren gestartete Ubuntu Core inzwischen als Pionier für ein neues Sicherheitsmodell für Betriebssysteme, bei dem jede Komponente streng isoliert, transaktional aktualisiert und unabhängig verifizierbar ist. Dieser Ansatz weise den Weg zu Industriestandards, so Seager. Betreiber kritischer Infrastrukturen könnten mit dieser Linux-Plattform die Anforderungen des Cyber Resilience Act erfüllen und unveränderliche Edge-AI-Workloads ausführen sowie Geräte sicher und im großen Maßstab verwalten.



