Ubuntu 18.04 LTS verzichtet auf "gksu"

Das Ubuntu-Team hat die erste Beta des kommenden Ubuntu 19.04 mit dem Codenamen Disco Dingo veröffentlicht.

Der Befehl “gksu”, mit dem Desktop-Nutzer in Ubuntu und Debian Rootrechte erlangen, wird in Ubuntu 18.04 LTS nicht mehr funktionieren. Auch Debian Stable und Testing verzichten darauf.

Wer Debian oder Ubuntu mit einem grafischen Desktop verwendet und über den Dateimanager Dateien bearbeiten möchte, die nur für Root bestimmt sind, muss den Editor mit Rootrechten starten. Aber auch einige Apps verlangen danach, mit Rootrechten gestartet zu werden. Traditionell gelang das über den Befehl “gksu”. Dieser sei nicht mehr sicher und zeitgemäß, weshalb ihn Debian Stable und Testing nicht mehr unterstützen.

Wie Entwickler Jeremy Bicha in Debians Bug Report schrieb, sei der Befehl veraltet, der richtige Weg führe über Policykit. App-Entwickler sollen die Rootrechte für einzelne Tasks künftig über Policykit anfordern und nicht die komplette App damit laufen lassen. Ohnehin unterstütze das nächste stabile Debian (Buster) Gnome nur noch unte Wayland, damit falle “gksu” automatisch weg.

Alternative zu “gksu”

Wer weiterhin mit dem Dateimanager in Dateien schreiben möchte, die Root gehören, kann dies auf anderem Wege tun. [Strg]+[L] zeigt in Nautilus die URL-Leiste an, die Eingabe von “admin:///etc/default/” ruft nach Eingabe des Admin-Passworts das Verzeichnis “/etc/default/” auf, die Datei “grub” lässt sich dann etwa ganz normal über einen Editor bearbeiten. Alternativ gibt es natürlich den Weg über die Kommandozeile.

Seit gestern fehlt der Befehl auch in Ubuntu 18.04 LTS, der Vorabversion des nächsten Ubuntu mit Langzeit-Support, wie Bicha in seinem Blog schreibt. Hier blockierte bislang noch Myth-TV den Löschprozess, doch “mythtv-frontend” und “mythtv-backend” scheinen “gksu” nun auch nicht mehr zwingend zu brauchen.

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4 Kommentare
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Sven
8 Jahre her

Was auch völlig egal man kann denn Dateimanager unter Ubuntu 18.04 einfach über das Terminal mit sudo nautilus starten so hat man wieder root rechte im Dateimanger.

Marko
7 Jahre her
Reply to  Sven

Niemals, ich wiederhole, NIEMALS startet man ein grafisches Tool mit sudo. Solche Tips können einige Systeme ins Nirvana stürzen. Stichwort: Rechte.

SauberMann
8 Jahre her

Mit einem kleinen Bash-Skript holt man sich die Funktionalität zurück: #!/bin/bash # # gksu replacement script # # save script file as /usr/local/bin/gksu # mark executable: chmod +x /usr/local/bin/gksu # set readonly for all, writable for root and group root # use gksu command as usual # fetch command to execute execcmd=$@ # fetch current user name curuser=$(whoami) # message to show msg=”sudo $execcmd\n\nEnter password for $curuser:” # request user password if PASS=$(zenity –entry –hide-text –text “$msg” –title “GKSU” 2> /dev/null); then if ! [ -z $PASS ]; then # check if password is valid echo “$PASS” | sudo -S… Mehr »

teufel
7 Jahre her
Reply to  SauberMann

Hilfreich wäre mal die genauen Angaben wie die Rootrechte vergeben werden. 1. Datei öffnen 2. dies und das zu machen.
Mir ist nicht ganz klar was diese Anleitung bezweckt.

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