Ubuntu 14.04 nutzt Trim für SSDs

Ohne Trim-Befehl wird der Schreibzugriff auf SSD-Festplatten mit der Zeit langsamer. Ubuntu 14.04 soll Trim automatisch aktivieren.

Über den ATA-Befehl Trim teilt ein Betriebssystem der Solid State Disk mit, das bestimmte Dateien gelöscht wurden, damit die SSD auch die zugehörigen Pages zur Wiederbeschreibung freigeben kann. Das beschleunigt den Schreibzugriff auf SSD-Festplatten, weil das Löschen von Blöcken nicht erst beim Überschreiben dieser ungenutzten Blöcke nötig wird. Passiert das nicht, werden die Schreibzugriffe auf eine SSD mit der Zeit sehr langsam.

Um die Trim-Funktion für Dateisysteme wie Ext 4, XFS und Btr-FS automatisch zu aktivieren, ist unter Ubuntu bislang der Einsatz der Mount-Option “discard” nötig. In diesem Fall informiert der Kernel (ab Version 2.6.33) die SSDs über freigewordene Blöcke. Der Nachteil besteht darin, dass die Option die Performance eines Systems einschränkt. Alternativ kann der Anwender einen Cronjob einrichten, der regelmäßig den Befehl “fstrim” absetzt.

Laut Ubuntu-Entwickler Martin Pitt wird sich der Umgang mit Trim ab Ubuntu 14.04 LTS ändern, weil es dann out of the box funktioniert. Nutzer, die Trim über die “/etc/fstab” einsetzen, müssen die Einträge beim Upgrade nicht löschen, Ubuntu ignoriert diese.

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