Der Berliner E-Mail-Spezialist informiert in einem Transparenzbericht jährlich über den Umgang mit behördlichen Auskunftsersuchen. Mehr als die Hälfte der 2020 gestellten Anfragen seien rechtswidrig gewesen, teilt Mailbox.org im Bericht mit.
Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 85 Auskunftsersuchen gegeben. Von deutschen Behörden seien 79 gekommen, von ausländischen Behörden sechs. Davon seien zwei von Behörden außerhalb der EU gewesen. Alle 85 Ersuchen stammten dabei von einer Strafverfolgungsbehörde. Im mit 80 Ersuchen weit überwiegenden Teil ging es um Bestandsdatenabfragen. Es habe aber auch vier Postfachbeschlagnahmungen und eine Verkehrsdatenabfrage gegeben, teilt Mailbox.org mit.
Wie der Bericht ausweist, hat Mailbox.org insgesamt 43 der 85 Anfragen aufgrund ihrer Rechtswidrigkeit zurückgewiesen. Es seien dann nur 20 dieser zurückgewiesenen Anfragen anschließend korrekt erneut gestellt worden, so der Anbieter. Der Anteil der damit endgültig als rechtswidrig abgelehnten Anfragen habe sich im Vergleich zu 2019 mit 12,7 Prozent, auf 27,1 Prozent in 2020 mehr als verdoppelt.
“Das Gros der Anfragen wurde schlichtweg auf Basis falscher Rechtsnormen gestellt”, sagt Peer Heinlein, Geschäftsführer von mailbox.org. Sein Unternehmen beantworte Anfragen nur bei rechtmäßiger und formfehlerfreier Formulierung. Der Transparenzbericht und die früheren Berichte sind online nachzulesen.





(nevermind)
auch deswegen nutze ich mailbox.org. Die temporären Mailadressen sind auch sehr gut zu gebrauchen