Mit der Version 11.5 des Tor Browsers kann der Nutzer nach Angaben der Entwickler länderspezifische Sperren für das Tor-Netzwerk per Klick umgehen.
Die Umgehung der Zensur des Tor-Netzwerks sei bisher ein manueller und verwirrender Prozess gewesen, bei dem die Nutzer tief in die Einstellungen des Tor-Netzwerks eintauchen und selbst herausfinden mussten, wie man eine Brücke anlegt, um Tor zu entsperren, teilen die Entwickler mit. Außerdem sei die Zensur von Tor nicht einheitlich. Funktioniere also eine Brückenkonfiguration in einem Land, bedeutet das nicht, dass sie auch anderswo funktioniere, heißt es weiter.
Das solle sich nun mit Tor Browser 11.5 ändern, teilt das Projekt mit. In Zusammenarbeit mit dem Anti-Zensur-Team des Tor-Projekts habe man den Verbindungsassistenten eingeführt, eine neue Funktion, die bei Bedarf automatisch die Brückenkonfiguration anwende, von der das Projekt glaube, dass sie an dem Standort des jeweiligen Nutzers am besten funktioniere.
Der Connection Assist suche und lade dazu eine aktuelle Liste von länderspezifischen Optionen herunter, um den Standort des Nutzers mit seinem Einverständnis zu nutzen. Er schaffe dies, ohne sich zuerst mit dem Tor-Netzwerk zu verbinden, indem er das Tool Moat benutze. Moat sei auch das Werkzeug, das der Tor Browser benutze, um eine Brücke von torproject.org anzufordern. Die Entwickler bitten darum, die neue Funktion zu testen und Feedback zu geben.
Weitere Neuerungen sind der HTTPS-only Modus, der nun, wie beim unterliegenden Browser Firefox bereits geschehen, nun zur Standardkonfiguration des Tor Browsers zählt.



