Team und Führungskräfte der gemeinnützigen Organisation The Document Foundation (TDF) trafen sich im April und Mai, um der Nachfrage nach Web- und Mobile-Versionen der Desktop-Applikation LibreOffice nachzukommen und eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln.
Die Organisation betont im Blogpost, dass der Fokus weiterhin die Desktop-Anwendung bleibt. Wie gewohnt kommen auch in der Zukunft zwei neue jährliche Major Releases von LibreOffice. Doch aufgrund der sich ändernden Medienlandschaft ist es notwendig geworden, über die Zukunft von LibreOffice auf allen Plattformen, Desktop, Mobile und Cloud nachzudenken. Deswegen definierte das TDF-Team Ziele, Herausforderungen und neue Rollen und Aufgaben.
Bis jetzt existierte nur eine Viewer-App für LibreOffice-Dokumente auf Android, mit sehr limitierten, experimentellen Features zur Bearbeitung von Dokumenten. Nun plant TDF, eine ganzheitliche Online- und Mobile-Version der LibreOffice-Suite zu entwickeln. Eine Technologie muss dafür gewählt werden, die sowohl auf Server- wie Nutzerseite die Bedürfnisse erfüllt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ermöglichen von Kollaboration mit neuen Features wie Peer-to-Peer-Editing. Dabei darf auch Qualität und Security nicht zu kurz kommen.
Als Teamleiter der Mobile- und Cloud-Entwicklung wurde Jonathan Clark gewählt, mit der Unterstützung der Teammitglieder Dan Williams, Michael Weghorn und Neil Roberts. Clarks Roadmap für 2026 definiert als Ziele WebAssembly-Optimierung, technischer Fortschritt im GUI-Code und das Testen erster Prototypen auf Android- und iOS-Emulatoren. Kollaboratives Bearbeiten soll zunächst auf einer stabilen Client-Server-Architektur via TCP/IP-Verbindung getestet werden, bevor das Team die Arbeit am Recherchieren von P2P-Netzwerken beginnt.





