Mit Tanglu 1.0 betritt eine neue Linux-Distribution auf Basis von Debian Testing die Open-Source-Bühne.
In der Mailinglistennachricht zur ersten Version betonen die Entwickler aber, Tanglu sei nicht Debian: Sie planen häufige Releases und verwenden Systemd (Version 204). Daneben möchten Sie aber technisch mit dem Debian-Projekt zusammenarbeiten.
Tanglu 1.0 verwendet einen Live-Installer, der vom LMDE-Installationsprogramm abstammt. Erfahrene Debianer sollen auch von Wheezy upgraden können. Als Kernel kommt wie in Debians Entwicklerzweig Linux 3.12 zum Einsatz. Als Bootloader dient Grub 2, standardmäßig ist das Systemd-Journal mit persistentem Speicher im Einsatz. Default-Mailserver gibt es dagegen keinen. Als Desktopumgebungen sind KDE 4.11 und Gnome 3.10 (als Preview) im Angebot.
Die neue Distribution unterstützt ihre erste Release nur einen Monat über die Veröffentlichung der nächsten hinaus und wendet sich offenbar an Entwickler und Experimentierfreudige. Das Projekt bittet um Fehlermeldungen an den Bugtracker.
Weitere Informationen finden sich in den Release Notes. Tanglu steht als ISO-Image mit KDE oder Gnome, für amd64 oder i686 zum Download bereit. Daneben gibt es auch einen Container für die Virtualisierungssoftware Docker.




