Symantec Sicherheitsbericht 2013 veröffentlicht

Symantec bezeichnet in seinem Sicherheitsbericht 2013 als das bisher schlimmste Jahr in der Geschichte von Datenverlusten.  Gezielte Angriffe hätten um 91 Prozent zugenommen.

Nachdem die ersten Monate des Jahres 2013 im Hinblick auf Cyberattacken relativ ruhig waren, lösten Ende des Jahres Cyberkriminelle eine verheerende Serie von Vorfällen aus. Die 19. Auflage des Symantec Sicherheitsberichts zeigt: Die Anzahl der Angriffe, bei denen mehr als zehn Millionen Identitäten abgegriffen wurden, stieg in 2013 auf insgesamt acht – im Vergleich dazu war es 2012 lediglich ein Fall. Weltweit betraf dies 552 Millionen Identitäten. Die dabei erbeuteten Passwörter, Adressen, Zugangs- und Geburtsdaten werden entweder von den Cyberkriminellen selbst genutzt oder auf dem Schwarzmarkt verkauft. Allgemein registrierte Symantec im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 62 Prozent bei Datenabgriffen. Diese Erkenntnisse deuten auf ein verändertes Vorgehen der Cyberkriminellen hin: Abwarten, bis sich ein wirklich lohnendes Ziel ergibt, statt schnelles Handeln bei geringerer Ausbeute.

Auch zielgerichtete Attacken stiegen an (um 91 Prozent), zudem dauern sie inzwischen dreimal länger als dies in 2012 der Fall war. Die Berufsgruppen, die diesen Angriffen am häufigsten zum Opfer fallen, sind persönliche Assistenten oder Public Relations Professionals. Durch sie erhoffen Cyberkriminelle Zugang zu Prominenten oder hochrangigen Geschäftsleuten zu erhalten.

Mittelständische Unternehmen mit einer Größe von 251 bis 500 Mitarbeitern sowie Firmen ab 2 500 Mitarbeitern standen im Fokus von gezielten Angriffen. Kleine bis mittelständische Unternehmen sind nach wie vor ein beliebtes Ziel, da sie oft weniger ausgefeilte Sicherheitssysteme zum Schutz des Netzwerks einsetzen und oftmals als Dienstleister und Zulieferer für größere Unternehmen fungieren. Mit sogenannten Waterhole Attacks nutzen Hacker sie als Einfallstor zu ihrem eigentlichen Ziel.

Der Einsatz von Erpressersoftware nahm um 500 Prozent zu: Kriminelle setzen zunehmend ausgefeiltere Techniken ein, um Nutzer dazu zu nötigen, für die Freigabe ihrer Daten zu zahlen.

Mobile Malware hat in 2013 um 21 Prozent zugenommen – hier ist vor allem ein Anstieg bei Malware-Varianten zu sehen. Die häufigsten Formen: 30 Prozent „tracken“ den Nutzer, 28 Prozent stehlen persönliche Daten. Attacken aus dem Web stiegen um 23 Prozent gegenüber 2012. Symantec wehrt täglich 568 700 solcher Angriffe ab.

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