Mit zwei Keynotes rund um die Suse Cloud ging die erste Susecon in Orlando, Florida heute zu Ende. Das Suse Team zeigte, wie sich innerhalb einer halben Stunde eine Suse-Cloud aufbauen lässt, um dort mit einer eigens programmierten Applikation die Gewinner der Geburtstagsverlosung zu ziehen. Dazu gab es Rackspace- und Geburtstagsparty-Videos und Keynotes von Michael Miller (Suse) sowie John Igoe (Dell).
Rackspace, einer der Initiatoren hinter Open Stack durfte (neben anderen Suse-Kunden) zunächst in einem Video erklären, wie der große amerikanische Hosting-Provider zu Suse kam. Die deutschen Linuxer waren ihm zufolge die einzigen, die auch dann Support anboten, wenn die Gäste Centos oder andere, fremde Linux-Distributionen laufen lassen sollten.
Cloud im Live-Bau
Das führte direkt dazu, dass Rackspace die Kombination SLES und Open Stack als Standard einführte, was wiederum Michael Miller, Suses Vizepräsident fürs globale Marketing, freut. Der hatte für seine Keynote zwei Kollegen aus dem Cloud-Team mitgebracht, die während der Keynote, auf einem Dell-Blade-Server (im Hintergrund auf der Bühne) eine Suse Cloud einrichteten und dort die von Miller übergebene Applikation für die Verlosung von Sony Touchpads und HP Laptops installierten. “Das ist eine Sache von Minuten, und das werden wir ihnen zeigen”, kündigte Miller an. Die Ziehung der Gewinner klappte dann auch auf Anhieb – als Abschluss der Veranstaltung.
In der Zwischenzeit jedoch referierte Miller über die Integration der Suse Cloud in die zahlreichen anderen Enterprise-Produkte, die Suse in den letzten Jahren entwickelt hat, ein Thema, mit dem sich auch mehrere der zahlreichen Workshops der Susecon befassten. Die Suse Cloud wird zunehmend vernetzt mit Suse Studio, Suse Manager, Open QA (Suses Software für Qualitätsmanagement) und dem Open Suse Build Service. Auf der Roadmap stehen HA-Funktionen, sowohl für virtuelle Gäste wie auch die Hypervisoren der Gastgeber. Eine zentrale Stelle dabei wird Open Stack einnehmen, von dessen Bedeutung und Entwicklungsstand Miller überzeugt ist.
Open Stack im besonderen, aber auch Suse hat für seine Cloud-Strategie einige Partner ins Boot geholt, darunter auch Dell, das mit dem Projekt Crowbar das automatisierte Deployment von virtuellen und realen Clients deutlich vereinfachen möchte. In seiner Keynote erklärt John Igoe, Dells Executive Director für die Cloud Strategie, wie und warum sich der Hardware-Produzent für Open Stack entschieden habe, warum man Crowbar entwickelt hat und welche wichtige Rolle dabei Suse einnehme.
Die Susecon schloss damit die Pforten, doch an gleicher Stelle beginnt jetzt der Open Suse Summit (Motto: “Go Home A Guru!”), der erste seiner Art in den USA. Für ein Wochenende treffen sich Entwickler und Projektmitglieder von Gnome bis zum Kernel in Workshops, BOFs und anderen Vorträgen, um gemeinsam das Open-Suse-Projekt weiterzubringen. Das hatte zuletzt ja einigen Sand im Getriebe, die Veröffentlichung von Open Suse 12.2 (auf der DELUG-DVD des Linux-Magazin 11/2012) hatte sich wegen diverser Streits und Qualitätsmängel um mehrere Monate verzögert. Die Keynote am Samstag wird der italienische Vorsitzende der FSFE, Stefano Maffulli halten, der über die “Lektionen von Open Source für die Open Cloud” referiert.
Wer sich einen näheren Eindruck von der Susecon verschaffen will, insbesondere von der 20-Jahres-Feier, der sollte einen Blick in die aufschlussreichen Videos in Suses Youtube-Kanal werfen. Einen Vorgeschmack gibt das Video “Open Suse Style“. Dessen Macher und Protagonisten hatten sichtlich Vergnügen an der Veranstaltung.






