Im Jahr 2019 verzeichnete die Beschwerdestelle des Internetverbands Eco den bislang höchsten Wert an berechtigten Beschwerden über mutmaßlich illegale Inhalte. Für mehr Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Netz stellt Eco einen Surfguide vor.
Die Eco Beschwerdestelle hat für den Guide fünf Tipps für die optimale Nutzung digitaler Dienste für Kinder und Jugendliche zusammengestellt.
1. Sicheren Internetzugang schaffen: Gerade kleinere Kinder sollten die ersten Schritte im Internet nicht allein machen, empfiehlt Eco. Eltern könnten ihren Kindern Webseiten empfehlen, die speziell für junge Nutzer geeignet sind. Die Kindersuchmaschine FragFinn.de etwa bietet nicht nur einen geschützten Surfraum, sie ist auch ein kindgerechtes Internetportal mit Nachrichten und Surf-Tipps.
2. Schutzsoftware einrichten: Es gibt Jugendschutzprogramme für Dienste wie Netflix, Nintendo oder Prime Video. Darüber gebe es diensteübergreifende Jugendschutzprogramme etwa unter jugendschutzprogramm.de zum Download.
3. Schutz persönlicher Daten: Eltern sollten gemeinsam mit ihrem Kind eine E-Mail-Adresse oder ein Nutzerprofil in einem sozialen Netzwerk einrichten und die Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen einsehen. Kinder müssen darüber aufgeklärt werden, dass sie beim Surfen Spuren im Internet hinterlassen. Die Benutzernamen von Kindern sollten keinen Bezug zu persönlichen Daten enthalten. Das richtige Passwort sollte mit Bedacht gewählt, geheim gehalten und nur für jeweils ein Benutzerkonto verwendet werden.
4. Medienkompetenz und Urheberrechte vermitteln: Grundsätzlich sollten Kinder Medien gemeinsam mit den Eltern erleben und entdecken, schreibt der Eco. Es gelte auch, soziale Werte und rechtliche Rahmenbedingungen zu vermitteln. Neben einem respektvollen „Miteinander online“ sollte auch die richtige Verwendung von eigenen und fremden Bildern gelehrt werden. Kindern und Jugendlichen sei oft nicht bewusst, dass in vielen Fällen das Verbreiten von eigenen oder fremden Bildern gegen straf- und/oder urheberrechtliche Gesetze verstoßen könne Unterstützung und Materialien finden Eltern zum Beispiel unter klicksafe.de.
5. Rechtsverstöße im Internet sofort melden: Ältere Kinder und Jugendliche sollten über Melde- und Hilfsangebote informiert sein, um richtig zu reagieren, sobald ihnen rechtswidrige Inhalte im Internet begegnen. Die Eco Beschwerdestelle nehme Hinweise zu allen Internetdiensten entgegen: Webseiten, E-Mails, Datenaustauschdiensten, Chats, Newsgroups und Foren. Inhalte melden könne jeder Internetnutzer. Juristen der Beschwerdestelle prüften dann, ob der gemeldete Inhalt tatsächlich rechtswidrig sei und ergreifen Maßnahmen um Inhalte aus dem Internet zu entfernen, so der Verband. Strafbare Inhalte zeige man grundsätzlich auch bei den Strafverfolgungsbehörden an. Haben Kinder und Jugendliche zudem Redebedarf, sei das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer e.V. der richtige Anlaufpunkt, heißt es im Ratgeber.




