Innerhalb der nächsten 18 Monate will Sun Microsystems seinen Solaris-Cluster als Open High Availability Cluster unter einer Open-Source-Lizenz freigeben.
In drei Schritten hat Sun die Veröffentlichung des Codes geplant. Zunächst will der Hersteller einige Komponenten wie Anwendungsagenten und -module freigeben. Mittels denen lassen sich verschiedene Applikationen skalierbar und ausfallsicher aufsetzen. Auch sollen Programmierer die Möglichkeit bekommen, ihre Anwendungen an die Clustertechnologie anzupassen.
Bis Ende folgen der Quelltext des Solaris Cluster Automated Test Environment (SCATE) zusammen mit den Applikationsagenten und deren Dokumentationen. Darunter befinden sich Solaris Containers und der BEA-Weblogic-Agent. In den weiteren Phasen werden dann auch die Solaris Cluster Geographic Edition und der Kern der Clustering-Lösung veröffentlicht.
Der Großteil des Open High Availability Clusters steht dann unter der Common Development and Distribution License (CDDL) Version 1.0. Source Code, der aus anderen Projekten stammt, bleibt unter deren ursprünglicher Lizenz. Einige Binary-Komponenten werden unter die Open-Solaris-Binary-License oder andere Open-Source-Lizenzen gestellt. Die verwendeten Lizenzen sollen auf den jeweiligen Download-Seiten genau spezifiziert werden.
Mit der Freigabe des Codes reagiert Sun laut eigener Aussage auf Anfragen aus der Open-Solaris-Gemeinschaft. Agenten für das Open HA Cluster, sollen auch auf Solaris Cluster 3.2 oder Solaris 10 laufen. Erste freigegebene Teile der Clustering-Lösung hat Sun auf den OpenSolaris-Community-Webseiten zum Download bereit gestellt.




