Dell und Intel haben den Marktforscher TNS mit der Global Evolving Workforce Study beauftragt. Nun liegen die Ergebnisse vor.
Die Studie hat eine Reihe von wichtigen Trends identifiziert, die zeigen, wo und wie Mitarbeiter die Auswirkungen digitaler Technologien auf das persönliche und berufliche Leben sehen. Außerdem werden Vorhersagen über die weitere Entwicklung der Automatisierung getroffen. Für die Studie wurden 4.764 Vollzeitkräfte von kleinen, mittleren und großen Unternehmen in zwölf Ländern befragt (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, Brasilien, China, Indien, Russland, Südafrika, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate). Die Antwortenden waren in sechs Branchen (Finanzdienstleistungen, Fertigung, Einzelhandel, Medien, Gesundheitswesen und Bildung) sowie drei öffentlichen Sektoren (Verwaltung, Gesundheitswesen und Bildung) tätig. In Deutschland wurden insgesamt 500 Personen befragt.
Es wurden die folgenden Trends ermittelt:
* Differenzierung der Geräte.
Wo und wann auch immer sie arbeiten, verwenden Mitarbeiter heute meist mehrere Geräte statt nur einem. Die Hälfte der Desktop-Anwender arbeitet auch mit anderen Geräten, und diejenigen, die für die Arbeit entweder ein Tablet oder ein 2-in-1-Notebook benutzen, verwenden diese stets in Verbindung mit weiteren Devices.
Der Ort, an dem gearbeitet wird, hat ebenfalls Einfluss auf die Art der verwendeten Geräte. Für 62 Prozent der Mitarbeiter ist der Desktop-PC das wichtigste Gerät am Arbeitsplatz (in Deutschland 66 Prozent). Wird aber zu Hause gearbeitet, sind Laptops genauso oft wie Desktops im Einsatz. Für private Zwecke bevorzugen die Mitarbeiter mobile Systeme, beispielsweise Notebooks, Tablets oder 2-in-1-Geräte.
* Das Büro bleibt der zentrale Arbeitsplatz
Mitarbeiter arbeiten zwar an verschiedenen Orten, dennoch bleibt das Büro der primäre Ort der Arbeit. 79 Prozent der Angestellten verbringen zumindest einige Zeit im Büro (Deutschland 75 Prozent). Weltweit gaben 35 Prozent der Befragten an, im Durchschnitt zwei Stunden pro Woche an öffentlichen Orten zu arbeiten. Außerdem arbeiten Mitarbeiter durchschnittlich vier Stunden pro Woche an externen Standorten, beispielsweise im Büro von Kunden. Weitere fünf Stunden pro Woche arbeiten sie von zu Hause aus und 29 Stunden pro Woche im Büro.
* Produktivität von Büro- und Remote-Arbeitern
52 Prozent der Befragten glauben, dass Mitarbeiter im Home Office genauso produktiv oder sogar produktiver arbeiten als die Mitarbeiter im Büro (Deutschland 49 Prozent). Von denjenigen, die tatsächlich zu Hause arbeiten, meint auch die Hälfte, hier produktiver sein zu können als im Büro (Deutschland 42 Prozent).
Es gibt klare Vorteile für die Arbeit zu Hause: 30 Prozent der im Home Office Tätigen sagen, sie bekommen mehr Schlaf (Deutschland 21 Prozent), 40 Prozent fahren weniger Auto (Deutschland 9 Prozent) und 46 Prozent empfinden weniger Stress (Deutschland 36 Prozent). Aber es ist auch nicht alles rosig im Home Office: Auch hier gibt es Ablenkungen, beispielsweise durch Ehepartner, Kinder, Eltern und Haustiere.
* Arbeits- und Privatleben vermischen sich
Technische Innovationen erlauben es Mitarbeitern, flexibler zu entscheiden, wann und wo sie ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. 64 Prozent der Befragten nehmen zumindest hin und wieder außerhalb der Geschäftszeiten Arbeit mit nach Hause. Bei Arbeitnehmern in den Schwellenländern wird zunehmend erwartet, zu Hause erreichbar zu sein: 83 Prozent von ihnen gaben an, dass sie zu Hause geschäftliche E-Mails lesen. Im Vergleich dazu sind es in den entwickelten Ländern 42 Prozent und in Deutschland 38 Prozent.
* Die Zukunft der Technologien am Arbeitsplatz wird optimistisch eingeschätzt
Im Allgemeinen sind die Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz optimistisch. Sie glauben, dass deren Weiterentwicklung Vorteile und neue Möglichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen wird. Sie glauben jedoch nicht, dass sich die Art und Weise, wie die Menschen arbeiten, grundlegend ändern wird. Sie nehmen beispielsweise an, dass in Zukunft die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92 Prozent), dass Tablets die Notebooks vollständig ersetzen (87 Prozent), dass alle Computer mit Gesten gesteuert werden (87 Prozent) und dass Tastaturen und Mäuse generell obsolet werden (88 Prozent).



