SPSS 16.0: Statistiksoftware erstmals für Linux

Die Statistik-Suite SPSS steht in der nun veröffentlichten Version 16.0 erstmals für Linux zur Verfügung.

Das ist unter anderem der neuen Java-Benutzeroberfläche zu verdanken, die gleichermaßen unter Windows, Mac OS X und Linux zum Einsatz kommt. Auch das Basis-System und die Mehrzahl der Zusatzmodule gibt es nun für alle drei Betriebssysteme, lediglich die Produkte Amos, SPSS Exact Tests sowie der Datenaustausch mit der SPSS-Befragungssoftware Dimensions bleiben dem Microsoft-Betriebssystem vorbehalten. Programmierschnittstellen gibt es nun für .Net, Python und die freie Statistiksoftware R.

Derzeit ist SPSS 16.0 allerdings nur in der englischen Sprachversion lieferbar. Die deutsche Lokalisierung soll Ende 2007 folgen.

Als Neuerung steht für die aktuelle Version das Modul SPSS Neuronale Netze zur Verfügung. Es soll dem Anwender durch nicht-lineares statistisches Data-Mining helfen, beispielsweise die Nachfrage für Produkte vorherzusagen oder verdächtige Muster in Finanztransaktionen aufzuspüren. Die Zusatzmodule Advanced Models und Complex Samples erfuhren Verbesserungen. Eine Übersicht der neuen Features gibt der Hersteller auf der Produktseite.

Als Linux.-Systemvoraussetzungen nennt SPSS ein System mit Kernel 2.4.33.3, Glibc 2.3.2 und Libstdc++5 oder neuer. Den Support garantiert der Hersteller nur unter Red Hat Enterprise Linux 4 Desktop oder Debian Sarge, auf denen er die Software getestet hat.

Der Kaufpreis des Basissystems beträgt rund 2000 Euro, für ein Jahr Maintenance werden rund 400 Euro fällig. Zusatzmodule gibt es ab rund 900 Euro Kaufpreis plus Wartung. Beim Erwerb mehrerer Module gibt es Rabatt, Bestandskunden können sich nach einem Update-Angebot erkundigen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben