Ein Mitarbeiter des Musik-Streaming-Dienstes Spotify äußerte sich heute in einem Bugreport zur Init-Frage von Debian und machte sich für die Einführung von Systemd stark.
Was hat Spotify mit Debian zu tun, fragten sich vermutlich einige überraschte Leser, als sie Noa Resares Plädoyer für Systemd lasen. Die Antwort ist simpel: Spotify setzt Debian aktiv ein und gehört damit zur Community. Und die will nun, im Verein mit dem technischen Komitee, in der Frage Systemd oder Upstart eine Entscheidung treffen.
Der Ombudsman für freie Software beim Streaming-Dienst nannte dann auch einige technische Gründe, die klar machten, warum Spotify sich mit Systemd befasst. Das Unternehmen sei ein signifikanter Nutzer von Debian, man setze 5000 physikalische Server und über 1000 virtuelle Server mit Debian ein, welche Public und Private Clouds verwenden, um die Musik an die User von Spotify zu streamen.
Resare nannte vier Gründe für den Einsatz von Systemd in Debian: Das technische Abhängigkeitsmodell von Systemd sei einfach zu verstehen, zu erklären und zu verwenden als der Event-basierte Gegenpart von Upstart. Zudem seien die Features auf Basis der Cgroups, namentlich die Ressourcenbegrenzungen, sehr nützlich in sehr skalierbaren High-Availability-Umgebungen. Nicht zuletzt glaube man an die aktivere Community hinter Systemd mit besseren Upstream-Verbindungen.
Andere User sind allerdings weniger überzeugt. Der Bugreport dürfte daher für alle, die sich noch nicht mit dem leidigen Thema Systemd versus Upstart beschäftigt haben, eine aufschlussreiche oder zumindest unterhaltsame Lektüre sein.




