Spezifikation Open MP in Version 4.0

Open MP bezeichnet sich selbst als De-facto-Standard für Parallelprogrammierung und will mit Version 4.0 seiner Spezifikation neben reiner HPC-Hardware nun auch DSPs, Echtzeitsysteme und Beschleuniger unterstützen.

Die Open-MP-Spezifikation ist nun in Version 4.0 erschienen, die zahlreiche neue Features definiert. Zu den unterstützten Beschleunigern gehören zum Beispiel GPUs, Koprozessoren und FPGAs, die bestimmte Aufgaben übernehmen. Open MP erlaubt es, Code auf solche Chips auszulagern, falls dafür Bedarf besteht. Auch auf Rechnerarchitekturen mit Vektorprozessoren (SIMD) stellt sich Open MP besser ein und kann serielle und parallelisierte Schleifen ausführen. Open-MP-Anwendungen sollen nun intelligenter mit Fehlern auf der System-, Laufzeit- oder Benutzerebene umgehen, parallele Open-MP-Tasks sollen sich sauber beenden.

Zudem definiert die Spezifikation Mechanismen, nach denen ein System Open-MP-Threads ausführen soll, indem es zum Beispiel plattformspezifische Daten von algorithmusspezifischen Eigenschaften trennt, was zu vorhersagbarem Verhalten führt. Verschiedene Erweiterungen lassen den Open-MP-Nutzer Aufgaben (Tasks) gruppieren, synchronisieren und auf Wunsch auch gemeinsam beenden. Open MP 4.0 bringt Support für Fortran 2003 mit, erlaubt benutzerdefinierte Reduktionen und gibt Programmierern die Möglichkeit, sequenzielle Konsistenz für atomare Operationen zu erzwingen, die eine festgelegte Speicher-Ressource betreffen.

Wer die Spezifikation herunterladen möchte, wird auf der Open-MP-Webseite fündig, für Diskussionen gibt es ein eigenes Subforum.

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