Anderthalbe Jahre Arbeit stecken in der neuen Version 1.1 des Softwareverwaltungstools Apt. Sichtbarer Erfolg sind neue Features und Verbesserungen unter der Haube.
Das Tool kommt vor allem in Ubuntu und Debian zum Einsatz, interessant ist sicher, dass beide Distributionen laut Ankündigung nun dieselbe Version verwenden, es also keiner Delta-Pakete mehr bedarf.
Im Kommandozeilen-Interface funktionieren mit der neuen Version die Befehle “apt install <lokale-datei>.deb” und “apt build-dep foo.dsc”. Wer will, kann also auf die längeren Kommandos “apt-get” und “apt-cache” verzichten. Die Fortschrittsanzeige für Updates funktionieren nun präziser und “apt-mark” unterstützt mehr Status. Die “–force-yes”-Option wurde aufgeteilt und arbeitet feingranularer.
Unter der Haube rät Apt nicht mehr, um alte Repository-Formate zu unterstützen. Apt lädt Software nun auch hinter Captive-Portalen und Proxies zuverlässiger herunter, generell arbeitet das Zugriffssystem besser. Es unterstützt SRV Resource Records, mit denen DNS IP-basierte Dienste in einer Domain ankündigt. Auch mit internationalisierten Domainnamen kommt Apt zurecht. Nicht zuletzt dürfen sich signierte Repositorys nicht mehr in unsignierte verwandeln, was die Sicherheit stärkt.
Ein ausführliches Changelog wartet hier, zudem hat Entwickler David Kalnischkies auf der Debconf 2015 die neusten Features vorgestellt, wovon ein Video existiert.




