Ärzte, Steuerberater, Anwälte und alle Berufe, die mit vertraulichen Daten umgehen, sollten diese dringend verschlüsseln. Das hat der NSA-Whistleblower Edward Snowden in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian empfohlen.
Betroffen sei jeder, “der verpflichtet ist, die Privatsphäre seiner Kundschaft zu schützen,” meint der in Moskau lebende Exilant, “Wir brauchen zudem neue Ausbildungsinhalte und neue Richtlinien für das Arbeitsleben, um sicherzustellen, dass der Durchschnittsbürger der Kompetenz dieser Berufe vertrauen kann.”
Snowden ist überzeugt davon, dass sich der Datenschutz mittels Technologie verbessern lässt – aber nur, wenn die Anwender aufgeklärt mit der IT umgehen. Seiner Meinung nach sollten auch online gespeicherte persönliche Daten so sicher sein wie alles, was man in ein altmodisches Tagebuch aus Papier schreibt und die Schublade sperrt. An unsicheren Online-Diensten seien nur Regierungen wie die US-amerikanische und die britische interessiert, um ihre Nachforschungen betreiben zu können.
Daneben spricht Edward Snowden mit den britischen Journalisten über George Orwells Buch “1984”, datenschutzkonformes Cloud Computing und das Risiko, das er persönlich eingeht. “Sollte ich in Ketten in Guantanamo enden, kann ich auch damit leben,” sagt er.
Das Interview vom 10. Juli publiziert die Zeitung in ihrer Freitagsausgabe. Derzeit ist ein 14-minütiger Video-Ausschnitt auf der Guardian-Website zu sehen.





Wieso denn “Priester”? Für z.B. das “Beichtgeheimnis”? Wusste Herr Snowden denn nicht, das das katholische Beichtsystem wesentliche Informationsbezugsquelle der Kirchenmacht war und ist? Wozu also noch einen Kirchengeheimdienst betreiben, wenn die “Schäfchen” der Obrigkeit freiwillig die intimsten wie kompromittierendsten persönlichsten Informationen herausrücken?Es mag ja für jemanden, der aus einer Gesellschaft von 95% Religiösen und Mitgliedern einer religiösen Organisation / Sekte “selbstverständlich” sein, das ebenjene Organisation wie deren Anhänger zu privilegieren sei – für jene Minderheit, die sich entweder nicht durch Organisationen ideologisch vertreten sehen oder (wie z.B. immerhin fast die Hälfte aller ehemaligen “Ossis”) gar nicht an Götter vs imaginäre… Mehr »