Im Copy-Kommando “cp” von Kubectl haben Sicherheitsforscher eine schwerwiegende Sicherheitslücke entdeckt. Admins sollten die Fixes einspielen.
Mit “kubectl” lassen sich Kubernetes-Cluster verwalten und konfigurieren. Nun berichtet Joe Smith von Red Hat über eine schwerwiegende Sicherheitslücke in dem Kommandozeilentool. Dank der darf der Betreiber eines bösartigen Containers Dateien auf dem Arbeitsrechner eines Nutzers ersetzen oder erzeugen.
Die Lücke steckt im “cp”-Befehl. Dieser erlaubt es, Dateien zwischen dem Container und dem Benutzerrechner hin und her zu kopieren. Sie betrifft die “kubectl”-Clients, die über eine bestimmte Nutzerinteraktion die Verzeichnisse auf dem Arbeitsrechner durchforsten. Über ein manipuliertes Tar-Archiv, dass der Container automatisch entpackt, lassen sich auf dem Arbeitsrechner dann bösartige Dateien platzieren.
Updates einspielen
Um das Problem zu beheben, empfiehlt Smith, “kubectl” auf die Versionen 1.12.9, 1.13.6 und 1.14.2 oder deren Nachfolger zu aktualisieren. Um herauszufinden, welche Version des Client auf einem System läuft, hilft der Befehl “kubectl version –client”. Update-Informationen gibt es hier, die Lücke selbst ist als CVE-2019-11246 veröffentlicht.
Nicht zufällig erinnere die Lücke an die CVE-2019-1002101, schreibt Smith. Der Fix für diese Kopierlücke sei unvollständig gewesen. Die neue Lücke verwende einfach eine andere Methode, um CVE-2019-1002101 auszunutzen. Weitere Details liefert ein Pull Request auf Github.



