Shorewall-Hauptentwickler will Projekt abgeben

Shorewall-Hauptentwickler Tom Eastep denkt an Rücktritt und will die Firewall-Software an die Community übergeben. Kein Wunder: Der Mann ist mittlerweile Mitte 70.

Fast 50 Jahre hat Eastep laut eigenen Angaben in der Tech-Industrie verbracht. Seit drei Jahren arbeitet er auch nicht mehr bei Hewlett Packard Enterprise, hat sich aber mit Mitte 70 weiterhin mit seinem Nebenprojekt Shorewall beschäftigt. Doch auch diese Arbeit möchte er nun aufgeben.

Der Name der Software ist eine Kombination aus Shoreline und Firewall. Shoreline wiederum heißt der Ort in der Nähe von Washington, in dem Tom Eastep wohnt. Shorewall ist ein Tool, das unter anderem auf Kerneltechnologien wie Netfilter und IPables aufsetzt. Es bietet einen vergleichsweise einfachen Weg, diese kompliziert zu bedienenden Komponenten einzurichten.

Flexible Firewall-Lösung

Shorewall sei laut der Einführung auf der Webseite zwar nicht so einfach zu bedienen wie Ufw oder Ipcop, biete dafür aber die größte Flexibilität und Funktionsvielfalt. Die Software läuft weltweit auf dedizierten Firewall-Systemen, Linux-Systemen und multifunktionalen Gateway, Routern und Servern.

Shorewall 5.2.3 werde die letzte von Eastep betreute Release bleiben. Wer darin Fehler finde, könne sich an den Entwickler wenden, und er werde versuchen, diese zu beheben. Auch Nachfolger, die Lust haben, an dem Projekt weiter zu arbeiten oder Support zu leisten, seien willkommen. Der Rückzug aus dem Projekt bedeutet für Eastep aber offenbar nicht, dass er nun alle Pläne aufgibt: Im Gegenteil: Der rüstige Rentner reise zurzeit durch die Welt, um einige der Orte zu besuchen, die er schon immer besuchen wollte.

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