Die Bibliothek Shell Flags, ein Getopt-Ersatz für Bourne-kompatible Shells, ist in Version 1.0.0 erschienen.
Shell Flags soll Skripte unabhängig von der Getopt-Implementierung der verwendeten Unix-Shell machen und damit für Portabilität über Shell- und Betriebssystemgrenzen hinweg sorgen. Die nun veröffentlichte Version 1.0 hat die Entwicklerin Kate Ward nach eigenen Angaben unter Linux, Solaris und Mac OS X auf den Shells Bash, Dash, Ksh, Pdksh, Sh und Zsh getestet.
Zur Anwendung bindet der Skriptprogrammierer Shell Flags mit dem Source-Befehl ein, meist als schlichter Punkt notiert. Der Befehl ” . ./shflags” beispielsweise liest den Shell-Flags-Code aus dem aktuellen Verzeichnis ein. Mit den “DEFINE_”-Funktionen definiert man die gewünschten Optionen, den Datentyp ihrer Argumente, deren Namen für kurze und lange Kommandozeilen-Optionen sowie einen Defaultwert, falls gewünscht. Eine beschreibende Zeile für die Help-Option ist ebenfalls vorgesehen.
Ein kurzes Tutorial auf der Projektseite erklärt den Einsatz der Bibliothek Schritt für Schritt.
Shell Flags beruht auf Google-Gflags, einem Getopt-Ersatz für C++ und Python, es stellt eine Portierung dieser Bibliothek auf die Bourne-Shell-Familie dar. Shell Flags steht unter LGPL auf der Projektseite als Tarball zum Download bereit.




