Die Zukunft des alternativen Handybetriebssystems Sailfish OS ist ungewiss, weil sein Hersteller, die finnische Firma Jolla Oy, teilweise in russischem Besitz ist. Anteilseigner ist das börsennotierte russische Unternehmen Rostelcom, bei dem seinerseits der russische Staat 45 Prozent der Anteile hält.
Wie der Vorsitzende des Verwaltungsrat des Unternehmens, Samuli Simojoki, auf LinkedIn schreibt, habe Jolla Oy sein Russlandgeschäft bereits im vergangenen Jahr heruntergefahren und erziele aktuell keine Einnahmen mehr aus Russland. In der jetzigen Situation sei es klar, dass man die russischen Anteile komplett veräußern müsse. Man sei auf der Suche nach einer Eigentümerstruktur, die das möglich macht.





Einst sollte Sailfish OS auch komplett Open Source werden. Das wurde zwar nicht eingehalten, aber passt sehr gut zu einem Teilhaber aus Russland.
Alle Firmen müssen sich *sofort* von allen Anteilen an russischen Firmen trennen – wenn man das immer so machen würde, dann wären Anteilseigner außerhalb der USA selten.