Laut einem LWN-Bericht kann sich Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman vorstellen, dass der Linux-Kernel in Rust entwickelte Module verwendet. C++ hatten Linus Torvalds und seine Maintainer stets eine Absage erteilt.
Mit der Begründung, C++ sei nicht hardwarenah genug und zu komplex haben die Kernel-Entwickler den Einsatz der populären Programmiersprache stets abgelehnt. Mit Rust könnte ein relativer Newcomer es hingegen schaffen, die Herzen der Kerneldevs zu erweichen. Auf LWN.net berichtet ein Nutzer namens josh, er habe mit Greg Kroah-Hartman über Rust für Kernelmodule gesprochen, und dieser könne sich den Einsatz eines Rust-Frameworks im Kernel unter bestimmten Bedingungen vorstellen.
Bedingung Nummer eins sei, dass Nutzer, die den Kernel selbst kompilieren, Rust nicht automatisch benötigen, selbst wenn sie “make allyesconfig” einsetzen. Zweitens müsse Rust beweisen, dass damit mehr möglich sei, als C zu ersetzen. Ein Beispiel wären sichere Wrapper für Kernel APIs.
Schon in Arbeit
Anstrengungen in diese Richtung gibt es offenbar schon, ganz von Null müssten interessierte Rust-Entwickler also nicht anfangen. So existiert bereits mindestens ein Github-Projekt, dass an einem Framework für Kernelmodule arbeitet. Hintergründe zu dem Projekt, finden sich in den Slides zu einer Präsentation [PDF], die auf dem Linux Security Summit North America 2019 gehalten wurde.
Die bei Mozilla entwickelte Programmiersprache Rust gilt als besonders sicher, weil der Compiler bereits in der Entwicklungsphase potenzielle Fehlerquellen bemerkt und moniert, die zu Pufferüberläufen oder Speicherzugriffsfehlern führen. Zugleich braucht Rust dank eines speziellen Typsystems keine Garbage Collection und gilt zugleich als effizient.




