Zur Robocup Weltmeisterschaft reist auch das deutsche Team B-Human nach Sydney. Von 2 bis 8 Juli tritt dort das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz im Roboterfußball an.
Die Erfolgsbilanz des amtierenden Vizeweltmeisters ist beachtlich, sechsmal wurde die Weltmeisterschaft gewonnen, die German Open neunmal und die European Open einmal. Das Team spielt in der In der Standard Platform League. Dort nutzen alle Teams die gleiche Hardware in Form des NAO-Robotern der Firma Softbank Robotics. Eingesetzt wird erstmals der NAO V6, der eine um ein Vielfaches gesteigerte Rechenleistung mitbringt. Die eingesetzte Software entwickelt jedes Team für sich.
In diesem Jahr neu eingeführt sind laut der Mitteilung der Wissenschaftler neben Freistößen und Torwartabstößen auch Eckstöße ins Spielgeschehen. Landet der Ball im Aus, legt ihn der Schiedsrichter nicht mehr ins Feld zurück. Stattdessen gibt es einen “Einwurf”, der im Falle der NAO-Roboter aber mit dem Fuß getätigt wird, ein so genannter Kick-In.

Bei den Robocup German Open holte B-Human den Meistertitel. Quelle: Universität Bremen/Tim Laue
Anspruchsvoller sind inzwischen auch die Bedingungen, lässt das Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz wissen. Statt in fensterlosen Messehallen unter Kunstlicht seine die Spiele nun bevorzugt in der Nähe großer Fensterfronten und damit wechselnden Lichtverhältnissen. Für die maschinelle Bildverarbeitung seien diese Bedingungen äußerst schwierig. B-Human setze daher verstärkt auf Methoden des Deep Learning. Die Spiele des Robocup 2019 beginnen am 4. Juli.






