Das Forschungsprojekt LIRPA plant, die Rechenleistung moderner Smartphones für das Cloud Computing nutzbar zu machen.
Neben der gestiegenen Prozessorleistung ermöglichten schnellere und preiswertere Funknetzwerke die Nutzung der mobilen Ressourcen, erläutert Professor Al Kohol, der das Forschungsprojekt an der University of California at Berzerkeley leitet. Als technische Basis soll die Software BOINC dienen, die sich in Projekten wie Seti@Home bewährt hat. Dazu möchten die Entwickler einen neuen Zweig namens BOING eröffnen – das “NG” steht für “Next Generation”. Es ist geplant, Clients für Android, Apples I-OS und Windows Phone zu veröffentlichen. Diese empfangen Rechenjobs und Daten von BOING-Servern und senden die errechneten Resultate zurück.
Professor Kohol möchte die Rechenleistung der Telefone in der Betaphase Open-Source-Projekten zur Verfügung stellen, “So können auch Besitzer eines Windows-Smartphone etwas für freie Software tun, indem sie beispielsweise Pakete kompilieren.” Amerikas National Science Foundation NSF hat bereits Fördergelder für die nächsten vier Jahre bewilligt. “Den Begriff Cloud Computing haben wir eher aus Marketing-Gründen gewählt,” räumt Al Kohol ein, “streng genommen handelt es sich bei dieser Form verteilten Rechnens um ein Grid. Aber Green IT ist es auf jeden Fall, denn die Mobil-Prozessoren arbeiten sehr energieeffizient!”





