Seit Mai steht die API zur Kontaktverfolgung unter iOS und Android zur Verfügung – nun haben Apple und Google den Quellcode veröffentlicht.
Die Betriebssystemanbieter Google und Apple haben den Quellcode der API zur Kontaktverfolgung per Bluetooth LE freigegeben. Die Funktion selbst steht bereits seit Mai in den mobilen Betriebssystemen Android und iOS zur Verfügung. Das entsprechende Framework hatten die beiden Firmen in einer ungewöhnlichen Kooperation gemeinsam entwickelt.
Den Code für die Tracing-Funktion stellte Google auf Github zur Verfügung. Er wurde unter der Open-Source-Lizenz Apache 2.0 veröffentlicht. Apple hat eine eigene Übersichtseite zu der Kontaktverfolung erstellt, dort ist neben der Dokumentation und den Spezifikationen der API auch das “Anzeigen und herunterladen des Quellcodes” vorgesehen.
Wer sich den Quellcode anzeigen lassen will, muss ein ” Exposure Notification Sample Code License Agreement” akzeptieren. Wir werden anschließend auf die Developer-Webseite von Apple umgeleitet – ohne Developer-Konto bekamen wir keinen Quellcode angezeigt – obwohl wir die Bedingungen akzeptiert hatten.
Die Tracing-Funktion hatte Apple bereits im Mai mit einem Update auf iOS und iPadOS 13.5 ausgeliefert. Bei Google kam die Funktion über ein Update der Play Dienste, um auch ältere Android-Geräte zu erreichen, die von den Smartphone-Herstellern nicht mehr oder nur langsam aktualisiert werden.
Entsprechend waren googlefreie Android-Smartphones mit Betriebssystemen wie LineageOS oder GrapheneOS von der API zur Kontaktverfolgung und damit von der Corona-App ausgeschlossen. Vielleicht ändert sich dies mit dem nun verfügbaren Quellcode. Auch der Code der darauf aufbauenden Corona-App wurde von der Telekom und SAP veröffentlicht.




